Kirche und Schule Nr. 162
Kirche und Schule. Nr. 162 – Juni 2012 –
39. Jahrgang: Zeigen, wofür wir stehen
Schule als Ort kirchlicher Präsenz

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
vom Theologen und Religionspädagogen Fulbert Steffensky stammt der Satz: "Lehren heißt zeigen, dass man etwas liebt; zumindest heißt es zeigen, dass man etwas schön und menschenwürdig findet. Lehrer sein heißt also, sich vor jungen Menschen kenntlich machen." Im Interview über Schule als Ort kirchlicher Präsenz, das Sie in dieser Ausgabe von Kirche und Schule unter der Rubrik Schwerpunkt finden, lässt unser Bischof dieses Motiv mehrfach anklingen: Die Lehrenden als Persönlichkeiten mit Standpunkt und Auskunftsfähigkeit, nicht zuletzt in Fragen des Glaubens.

"Zeigen wofür wir stehen" kann vielleicht auch eine hilfreiche Perspektive für die Bewältigung aktueller pädagogischer und gesellschaftlicher Herausforderungen sein, denen sich kirchliche Schulen zu stellen haben. Skizziert werden diese im ersten Beitrag unter der Rubrik Hauptabteilung. Ein zweiter Beitrag lotet die Chance aus, die konfessionelle Kooperation für die Zukunft des Religionsunterrichts bedeuten könnte. Auch hier wird deutlich: Lehrende müssen Profil zeigen und zugleich sensibel mit Äußerungen und Fragen der Lernenden umgehen. Beispiele für ganz persönliche Antworten von Schülerinnen und Schülern finden Sie unter der Überschrift "Religion ist für mich …" in der Mitte des Heftes.

Dass sich kirchliches Engagement im Bereich von Schule in besonderer Weise den Schwächeren und Benachteiligten verpflichtet weiß, lassen die Beiträge unter der Rubrik Beispiel erkennen. Im ersten Beitrag schildern Beratungslehrerinnen und -lehrer sowie Sozialpädagogen das Engagement der Friedensschule Münster für bildungsbenachteiligte Schüler und Schülerinnen. Der zweite Beitrag übersteigt den Rahmen der Einzelschule. Er skizziert die Zusammenarbeit von Kirchen und Schulen im Hammer Norden bei der Begleitung und Unterstützung "schulmüder" Jugendlicher. Ebenfalls aus einer Kooperation, in diesem Fall zwischen Schule, Jugendkirche und Gemeinden in Bocholt, stammt der dritte Beitrag. Unter dem Titel "Mit Gottes Wort durch das Jahr" stellt er ein interessantes Bibelprojekt vor. Es zeigt sich: Schule als Ort kirchlicher Präsenz lebt vom Engagement vieler Haupt- und Ehrenamtlicher.

Sensibilität für Schwächere, von der der Bischof im Interview spricht, zeigt sich noch einmal in der Lektüreempfehlung unter der Rubrik Lesenswert. Vorgestellt wird eine Arbeitshilfe, die Religionslehrerinnen und – lehrer dazu ermutigen will, Religionsunterricht inklusiv zu gestalten. Dass es zu inklusivem Lernen in unserem Bistum bereits ermutigende Erfahrungen gibt, dokumentiert die Arbeitshilfe "unBehinderte Sakramentenvorbereitung"; Bezugsmöglichkeiten werden auf Seite 12 genannt. Hinweise auf neue Materialien finden Sie, wie gewohnt, unter der Rubrik Sehenswert.

Mit guten Wünschen für die letzten Wochen des Schuljahres und die bevorstehenden Sommerferien

Dr. William Middendorf
Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung

Dr. Stephan Chmielus
Verantwortlicher Redakteur

Schwerpunkt

  • Schule als Ort kirchlicher Präsenz
  • Interview mit Bischof Dr. Felix Genn

Hauptabteilung

  • Zur Entwicklung katholischer Schulen angesichts zentraler Herausforderungen in Kirche und Gesellschaft
  • Pastoralkolleg Schulseelsorge
  • Fachtagung Schulpastoral
  • Arbeitshilfe "unbehinderte Sakramentenvorbereitung"
  • Konfessionelle Kooperation als Chance für den Religionsunterricht
  • Religion ist für mich …

Beispiel

  • Engagement für bildungsbenachteiligte Schüler und Schülerinnen
  • Erfahrungen an der Friedensschule Münster
  • Gemeinsam etwas bewegen
  • Wir Kirche und Schule im Hammer Norden zusammenarbeiten
  • "Mit Gottes Wort durch das Jahr"
  • Ein Bibelprojekt als Beispiel gelungener Kooperation zwischen Schule, Jugendkirche und Gemeinde

Lesenswert

  • Arbeitshilfe Religion inklusiv

Sehenswert

  • Kirche auf dem Weg
  • Prophetie
  • Mobile
  • Soul Boy
  • Vatikan – Die verborgene Welt
  • Spirit!

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Bezug über:
Bischöfliches Generalvikariat Münster
Hauptabteilung Schule und Erziehung
48135 Münster
Telefon: 0251 495-0 (Zentrale), Durchwahl 495-417
Internet: www.bistummuenster.de
Redaktion: Dr. Stephan Chmielus
E-Mail: kluck@bistum-muenster.de

Text: Dr. Stephan Chmielus
Foto: Michael Bönte, dialogverlag
E-Mail: kluck@bistum-muenster.de

 
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