Kirche und Schule. Nr. 170.
Kirche und Schule. Nr. 170 – Juni 2014 –
41. Jahrgang: Miteinander in die Zukunft
Konfessionelle Kooperation im Religionsunterricht

Liebe Kolleginnen und liebe Kollegen,
der Religionsunterricht befinde sich "in schwerem Fahrwasser", hieß es unlängst im Zusammenhang einer Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz. Bei genauerer Recherche kann man feststellen, dass diese Äußerung vor allem der rechtlich und finanziell schwierigen Situation in östlichen Bundesländern geschuldet war. In westlichen Bundesländern scheint dagegen die Einschätzung zu überwiegen: "Alles kein Problem."

Diese Wahrnehmung bildet den Ausgangspunkt für den ersten Beitrag in der Rubrik SCHWERPUNKT. Professor Sajak macht deutlich, dass trotz grundgesetzlich gesichertem Status der konfessionelle Religionsunterricht in schulischer und gesellschaftlicher Wirklichkeit vielfältigen Anfragen ausgesetzt ist. Er schildert, wie man in verschiedenen Bundesländern versucht, mit Modellen eines Religionsunterrichtes in konfessioneller Kooperation auf solche Herausforderungen zu reagieren, und skizziert Perspektiven für ein entsprechendes Pilotprojekt des Bistums Münster in Lüdinghausen. Ein weiterer Beitrag erläutert empirische Standards, die bei der wissenschaftlichen Begleitung und Auswertung solcher Projekte zu berücksichtigen sind.

Unter der Rubrik BEISPIEL veranschaulicht ein Beitrag aus der Realschule Lüdinghausen, was konfessionell-kooperativer Religionsunterricht praktisch heißt. In den beiden folgenden Texten wird deutlich, dass die Beachtung konfessioneller Unterschiede zu anspruchsvoller theologischer Differenzierung und einem vertieften Verständnis der anderen Glaubensgemeinschaft führen kann.

Im Rahmen der religiösen Schulwochenarbeit funktioniert konfessionelle Kooperation bereits seit 67 Jahren praktisch. Die Religiösen Schulwochen sind ein Beispiel dafür, wie evangelische und katholische Kirche auf gesellschaftlichen Wandel dadurch reagieren, dass sie sich den Herausforderungen durch Pluralisierung und Säkularisierung gemeinsam stellen. Der Erfahrungsbericht macht deutlich, was der entscheidende Kern von Konfessionalität ist: christlicher Glaube ist authentisch nur als Rede in der ersten Person, das heißt als Bekenntnis zu präsentieren.

Eine anregende Lektüre wünschen

Dr. William Middendorf
Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung

Dr. Stephan Chmielus
Verantwortlicher Redakteur

Schwerpunkt

  • Konfessionelle Kooperation im Religionsunterricht
    Kontexte – Erfahrungen – Ergebnisse – Perspektiven
  • Konfessionell-kooperativer Religionsunterricht
    Zur empirischen Frage nach dem Mehrwert

Beispiel

  • Konfessionell-kooperativer Religionsunterricht
    Pilotprojekt an der Realschule Lüdinghausen
  • Mit Unterschieden achtsam umgehen
    Eschatologische Problemstellungen in konfessionell gemischten Oberstufenkursen
  • Vom Konflikt zur Gemeinschaft
    Reformation im konfessionell-kooperativen Religionsunterricht
  • So (er)leben wir Ökumene
    Religiöse Schulwochenarbeit in Westfalen

Sehenswert

  • Jesus und die verschwundenen Frauen
  • Katholisch für Anfänger
  • Das Gebet in den Weltreligionen
  • Hannah Arendt – Ihr Denken veränderte die Welt
  • Die Natur des Bösen

Lesenswert

  • Akim rennt
  • Jesus von Nazaret
  • Das Vaterunser
  • Tomaten möglich keinen Regen
  • Die Schüler von Winnenden
  • Ganzheitliche Methoden in der Schulpastoral

Bemerkenswert

  • Interkulturelles Lernen
  • Arbeitshilfe für den Religionsunterricht zum Domjubiläum
  • Neues Pastoralkolleg Schulseelsorge

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Bezug über:
Bischöfliches Generalvikariat Münster
Hauptabteilung Schule und Erziehung
48135 Münster
Telefon: 0251 495-0 (Zentrale), Durchwahl 495-417
Internet: www.bistummuenster.de
Redaktion: Dr. Stephan Chmielus
E-Mail: kluck@bistum-muenster.de

Text: Dr. Stephan Chmielus
Foto: ManjaRadam (photocase.com)
E-Mail: kluck@bistum-muenster.de

 
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