Unsere Seelsorge
Männer: Gottes Söhne

"Wann ist der Mann ein Mann?" Dieser Film von 2002, der zuletzt 2013 im ARD-TV-Programm Eins­Festival lief, ist eine der Hintergrundfragen für die vorliegende Ausgabe von "Unsere Seelsorge".

Jan, der mit der Pilotin Linda verheiratet ist, sieht sich vor die Frage gestellt: Haus­mann bleiben oder als richtiger Mann leben mit Beruf und Karriere? Auf die Frage, wann der Mann ein Mann ist, versuchte Herbert Grönemeyer in seinem Song "Männer", Antworten zu finden. Männer seien auch Menschen, etwas sonderbar und ständig unter Strom. Wenn Nina Hagen diesen Song interpretiert hat, klangen die Aussagen über die Männer noch stärker nach: Männer als Raketenbauer, die keine Kinder bekommen und dünnes Haar haben. Schließlich kam Ina Deter in ihrem Lied bereits sieben Jahre vor dem Fall der Berliner Mauer zu dem Schluss: "Neue Männer braucht das Land."

Was zeichnet den Mann als Mann aus? Gibt es eine spezifische männliche Ge­schlechterrolle? Gibt es Geschlechter-charaktere? Ist der Mann mehr Eben­bild Gottes als die Frau? Liest der Mann die Bibel anders und betet er auch männlich? Sorgt der Mann für das Einkommen und die Frau für das Aus­kommen? Sind Männer beharrender und weniger flexibel als Frauen? Ist es angesichts der Reflexion über "Gender" überhaupt noch angemessen, bezüglich Frauen und Männern geschlechterspe­zifische Perspektiven zu entwickeln?

Diese und andere Fragen sind zu bedenken, wenn sich Seelsorgerinnen und Seelsorger in Pfarreien, Einrich­tungen und Verbänden im Bereich der Männerseelsorge engagieren. Die Hauptabteilung Schule und Erziehung ist bereits in ihrer Zeitschrift "Kirche und Schule" (Nr. 164, Dezember 2012) auf die Frage eingegangen, ob es eine jungenspezifische Pädagogik und Seel­sorge geben muss.

Wie alle Themenhefte von "Unsere Seelsorge" soll auch diese Ausgabe Frauen und Männer gleicher­maßen zum Nach- und Vordenken über ein vielleicht auf den ersten Blick antiquiertes Thema anregen. Liest man die vielfältigen Aussagen über Männer unter dem Aspekt, dass die Kirche über Jahrhunderte und gegenwärtig durch Männer geleitet wird, kann dieses Heft auch gleichsam als "Nebenprodukt" die Frage beantworten helfen, warum sich Kirche teils so, teils nicht oder nur schwer weiterentwickelt.

Die komplette Ausgabe Unsere Seelsorge vom Dezember 2014 gibt es hier als Download.

Downloads

Bezug: Bischöfliches Generalvikariat, Materialdienst, Telefon: 0251 495-541, E-Mail: materialdienst@bistum-muenster.de

Text: Pater Manfred Kollig, Hauptabteilung Seelsorge
E-Mail: seelsorge@bistum-muenster.de
Foto: kallejipp (photocase.com)

 
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