Kirche und Schule. Nr. 173.
Kirche und Schule. Nr. 173 – März 2015 –
42. Jahrgang: In den Köpfen fängt es an
Inklusive Schul- und Unterrichtsentwicklung

Liebe Kolleginnen und liebe Kollegen,
erscheint Ihnen der Titel unseres Heftes ein bisschen blauäugig? Inklusion stellt ein gesellschaftlich akzeptiertes und politisch vorgegebenes Ziel dar. Allerdings gehen Vorstellungen und Erwartungen hinsichtlich ihrer konkreten Umsetzung im Bereich von Schule weit auseinander. Genau hier setzt der erste Beitrag unter der Rubrik Schwerpunkt an und greift das verbreitete Unbehagen von Schulpraktikern auf. Seine Empfehlungen zu einem konstruktiven Umgang fangen damit an, sich die Gründe für dieses Unbehagen bewusst zu machen.

In der Vergangenheit konnte der Förderung junger Menschen mit Behinderung an katholischen Schulen ein hohes Niveau bescheinigt werden. Wie dies unter den Bedingungen schulischer Inklusion weiterhin zu gewährleisten ist, überlegt der zweite Artikel. Erneut geht es nicht zuletzt um Fragen von Einstellung und Haltung. Dass damit sehr konkrete praktische Herausforderungen verbunden sind, entfaltet an der Frage des zieldifferenten gemeinsamen Lernens ein weiterer Beitrag.

Die beiden folgenden Berichte unter der Rubrik Beispiel zeigen, wie das funktionieren kann. Zwei Gymnasien beschreiben ihre Erfahrungen auf dem Weg der Inklusion. Für mögliche Nachahmer formulieren sie damit so etwas wie Gelingensbedingungen gemeinsamen Unterrichts. Geballte Erfahrung bietet auch das Interview mit vier Lehrerinnen. Ohne dass Schwierigkeiten verschwiegen würden, kommen Herausforderungen und Chancen inklusiven Religionsunterrichts zur Sprache.

Der Index für Inklusion soll Institutionen helfen, praktische Schritte auf dem Weg zur Inklusion zu tun. Der letzte Beitrag lädt dazu ein, mit einer Auswahl einfacher Fragen aus diesem umfangreichen Materialpaket in der eigenen Einrichtung zu beginnen. Weitere Hinweise und ermutigende Materialien bieten die Rubriken lesenswert und sehenswert.

Wir bleiben dabei: Inklusive Schul- und Unterrichtsentwicklung fängt in den Köpfen an. Dass dann die ersten Umsetzungsschritte folgen müssen, versteht sich von selbst. Das außerdem nötige Durchhaltevermögen und Gottes Segen wünschen

Dr. William Middendorf
Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung

Dr. Stephan Chmielus
Verantwortlicher Redakteur

Schwerpunkt

  • Am und im Widerspruch arbeiten
    Wege aus dem professionellen Unbehagen in inklusiven Bildungsreformen
  • Mut und Hoffnung – Kein Zwang
    Bischöfliche Schulen auf dem Weg zur Inklusion
  • Zieldifferent unterrichten
    Der Förderschwerpunkt "Lernen" an allgemeinen Schulen

Beispiel

  • Wie gemeinsamer Unterricht am Gymnasium gelingen kann
    Erfahrungen der Alfred-Krupp-Schule, Essen
  • "Slow Learner sind doch auch ganz normale Menschen"
    Inklusive Schulentwicklung am Comenius-Gymnasium Datteln
  • Herausforderungen und Chancen inklusiven Religionsunterrichts
    Interview mit vier Lehrerinnen
  • Da kann ja jede(r) kommen
    Wie Fragen bei der Inklusion helfen können

Sehenswert

  • London liegt am Nordpol
  • Inklusion
  • Augen für alles / Private eyes
  • Macropolis
  • Zeig mir deine Welt
  • Arbeitsmappe Inklusion – Ideen und Materialien für Schule und Freizeit

Lesenswert

  • Inklusion ressourcenorientiert umsetzen

Bemerkenswert

  • Bistumsschulwoche 15. – 17. September 2015

Bezug über:
Bischöfliches Generalvikariat Münster
Hauptabteilung Schule und Erziehung
48135 Münster
Telefon: 0251 495-0 (Zentrale), Durchwahl 495-417
Internet: www.bistummuenster.de
Redaktion: Dr. Stephan Chmielus
E-Mail: kluck@bistum-muenster.de

Download

Text: Dr. Stephan Chmielus
Foto: Conny Wenk, Stuttgar
E-Mail: kluck@bistum-muenster.de

 
Live Übertragungen aus dem St.-Paulus-Dom Münster
Ehe- Familien- und Lebensberatung im Bistum Münster
Kita - Lebensort des Glaubens
Emmaus-Reisen