KUS 178
Kirche und Schule. Nr. 178 – Juni 2016 –
43. Jahrgang: Schnell, angenehm und gründlich?
Digitale Medien im Unterricht

Liebe Kolleginnen und liebe Kollegen,

vor bald 360 Jahren schrieb Johann Amos Comenius: "Erstes und letztes Ziel unserer Didaktik soll es sein, die Unterrichtsweise aufzuspüren und zu erkunden, bei welcher die Lehrer weniger zu lehren brauchen, die Schüler dennoch mehr lernen, in den Schulen weniger Lärm, Überdruß und unnütze Mühe herrsche, dafür mehr Freiheit, Vergnügen und wahrhafter Fortschritt" (J. A. Comenius: Didactica Magna, 1657 übersetzt und herausgegeben von Andreas Flitner 1992, S. 1).

Die Formulierung mag antiquiert wirken. Die Zielvorstellung kann man ohne Korrekturen in einem Werbeprospekt für das "Forum eLearning" auf der nächsten Didacta unterbringen.

Mit einer anspruchsvollen Überschrift führt der erste Beitrag unter Schwerpunkt in das Thema unseres Heftes ein. Erfreulich nüchtern behandelt der Autor seinen Gegenstand: Digitale Medien sind als Bestandteil der heutigen Lebenswelt in der Gestaltung von Schule und Unterricht aufzugreifen und zu thematisieren. Dass manche von uns Älteren (neudeutsch: digital immigrants) dabei etwas "fremdeln" ist nicht zu leugnen. Der zweite Beitrag über den realen und virtuellen Menschen wirbt dafür, die sich bietenden neuen Zugänge zur Wirklichkeit im pädagogischen Verhältnis zu den digital natives aufzugreifen.

Gefahren sollen nicht geleugnet werden. Im Vordergrund der Beiträge des Heftes stehen aber Potenziale. Vom Mathematikunterricht über iPad-Klassen bis zu Videos auf YouTube-Kanälen werden Chancen der unterrichtlichen Nutzung digitaler Medien vorgestellt und erörtert.

Passend zum Thema beginnen wir mit dieser Ausgabe von Kirche und Schule, Verweise auf zusätzliches Material im Internet mit sogenannten QR-Codes (Quick Response Codes) zu versehen. Diejenigen Leser/innen, die ein Smartphone oder Tablet nutzen, können mit Hilfe dieser Verschlüsselung angegebene Quellen schneller finden. Ein über das Heft hinausgehender Mehrwert ergibt sich vor allem dann, wenn es sich um bewegte Bilder handelt. Auch zusätzliches Material, das wegen der beschränkten Seitenzahl nicht abgedruckt werden kann, ist auf diese Weise leicht aufzurufen.

Viel Freude beim Lesen und Mut bei der Erprobung neuer Möglichkeiten wünschen

Dr. William Middendorf
Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung

Dr. Stephan Chmielus
Verantwortlicher Redakteur

Schwerpunkt

  • Worüber wir reden (sollten), wenn wir von digitaler Bildung reden
  • Der reale und der virtuelle Mensch
    Risiken und Nebenwirkungen des Computer- und Internetzeitalters
  • Synergetische Potenziale´
    Inklusion und Integration durch Einsatz digitaler Medien?

Beispiel

  • Mathematikunterricht heute  
    Zwischen Schulbuch, Taschenrechner und Mathe-Software
  • Didaktik von unten
    Erfahrungen mit Tablet-Klassen an der Hildegardisschule
  • Mehr als ein Werkzeugkoffer
    Digitale Bildungsmedien auf der Lernplattform „Schulbistum“
  • Sicher durchs Netz
     Medienscouts am Gymnasium St. Mauritz
  • Spricht Gott YouTube?
    Eine Expedition in die Webvideowelt

Sehenswert

  • Fliegende Hechte
  • Die Dimension des Bösen
  • Servicehotline
  • Salafismus: Terror, Taliban, Twitter – Eine muslimische Bewegung zwischen Tradition und Terror
  • Crushed Willi
  • Zivilcourage im Alltag

Lesenswert

  • Digitale Hysterie

Bemerkenswert

  • Pastoralkolleg Schulseelsorge 2017
  • QR-Codes
  • Post von der Hauptabteilung

Download

Bezug über:

Bischöfliches Generalvikariat Münster
Hauptabteilung Schule und Erziehung
48135 Münster
Telefon: 0251 495-0 (Zentrale), Durchwahl 495-417
Internet: www.bistum-muenster.de
Redaktion: Dr. Stephan Chmielus
E-Mail: kluck@bistum-muenster.de

Text: Dr. Stephan Chmielus
E-Mail: kluck@bistum-muenster.de
Foto: AllzweckJack / photocase.de

 
Live Übertragungen aus dem St.-Paulus-Dom Münster
Ehe- Familien- und Lebensberatung im Bistum Münster
Kita - Lebensort des Glaubens
Emmaus-Reisen