Austausch stand im Mittelpunkt der Jahrestagung für Leiter von bischöflichen Schulen
Austausch stand im Mittelpunkt der
Jahrestagung für Leiter von bischöflichen Schulen

Aktuelle Projekte, neue Medien und die Inklusion von Flüchtlingen gehörten in diesem Jahr zu den wichtigsten Themen der Jahrestagung der Schulleiterinnen und Schulleiter der bischöflichen Schulen im Bistum Münster.

Zu einem zweitägigen Austausch waren sie am 14. und 15. November in Haltern am See zusammengekommen.

Hauptabteilungsleiter Dr. Middendorf informierte die Leiter zunächst über ein durch die Schulstiftung unterstütztes Medienprojekt. Das Projekt habe, neben der informatischen Alphabetisierung der Schülerinnen und Schüler, zum Ziel, fachdidaktische Konzepte zur Nutzung digitaler Medien im Unterricht zu entwickeln und zu erproben. Ein zentrales Anliegen des Projekts sei zudem in den Bereichen der "Medienerziehung" und der "Medienethik" angelegt: Schülerinnen und Schüler sollten befähigt werden, über ihre eigene Mediennutzung kritisch zu reflektieren und verantwortungsvoll mit den Möglichkeiten umzugehen.

Die Abteilungsleiterin der Abteilung Katholische Schulen, Regina Jacobs, informierte über ein weiteres zentrales Handlungsfeld der gegenwärtigen Schulentwicklung: die Inklusion von Flüchtlingen. An vielen Schulen würden bereits einzelne Flüchtlingskinder in die Regelklassen integriert. Drei weitere Schulen haben eine größere Anzahl von Flüchtlingskindern aufgenommen, deren Beschulung in speziell eingerichteten Förderklassen sowie im Regelunterricht stattfindet.

Generalvikar Dr. Norbert Köster sprach mit den Pädagogen über die Zukunft der bischöflichen Schulen. In einer lebhaften Diskussion betonten die Schulleiter  die aus ihrer Sicht zentrale Bedeutung von katholischer Schule als Ort, an dem Kirche lebendig, vielfältig und weltoffen wirksam sei. Die Schulgemeinden mit nichtlehrendem Personal, Lehrern, Schülern und deren Eltern seien gesellschaftlich verankerte Zentren, an denen die Bildung christlicher Persönlichkeiten in Auseinandersetzung mit Gelerntem und Erfahrenem reifen könne.

Gemeinsam mit dem Referenten Pater Tobias Zimmermann, Rektor des Canisius-Kollegs, reflektierten die Schulleiter über die Frage, wie Leitungen das Profil katholischer Schule durch Personalentwicklung stärken könnten. Dieser schlug in seinem Impulsreferat den Bogen von den Grundlagen des ignatianischen Bildungsverständnisses über die Bedeutung von Katholischer Schule in der heutigen Gesellschaft hin zu Profilschärfung der einzelnen katholischen Schulen. Dabei zeichnete er ein Bild von Katholischer Schule als einem Ort, an dem die Frage nach Gott wachgehalten werden müsse, einem Ort der Bildung, der es jungen Menschen auf Basis des christlichen Gottes- und Menschenbildes, ermögliche, sie selbst zu werden. Damit akzentuierte er die Bedeutung katholischer Schulen als deutlichen Gegenpol zu den Output orientierten und mehr auf Ausbildung ausgerichteten Zielen der öffentlichen Schulen.

Text:  Judith Henke- Imgrund, Abteilung Katholische Schulen
Foto: Christoph Müller

 
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