Kooperative Seelsorgliche Begleitung
Kooperative Seelsorgliche Begleitung

Wie kann Seelsorge in kirchlichen Einrichtungen der Behinderten-, Kranken- und Altenhilfe unter den aktuellen Bedingungen ermöglicht werden? Wie können wir sicher stellen, dass Menschen mit Behinderungen sowie kranke und alte Menschen erfahren, dass sie nicht von Gott und dessen Kirche verlassen sind? Wie können wir Menschen, die meist nicht an den Schaltstellen der Kirche und der Politik wirken und eher aus dem Blick geraten, erinnern, dass Gottes Jawort zu ihnen auch ihre Behinderung, ihre Krankheit und ihr Alter umfasst? Wie können wir sie darin stärken, dass Gottes Freundschaft mit ihnen zu ihrem Wesen gehört und auch dann besteht, wenn sie an sich, an ihrer Mitwelt und ihrer Zukunft zweifeln? Mit diesen Fragen setzt sich die März-Ausgabe von Unsere Seelsorge auseinander.

Die Beiträge bearbeiten die Herausforderungen, die sich aus unterschiedlichen Gründen stellen: Einerseits fehlen professionelle Seelsorgerinnen und Seelsorger. Andererseits mangelt es vielen Menschen, die in diesen Einrichtungen arbeiten, an konfessioneller Bindung oder an der Fähigkeit, die christliche Botschaft in das alltägliche Leben zu übersetzen. Hinzu kommt, dass auch die Betroffenen selbst oft nicht in eine alltagstaugliche Religiosität hineingewachsen sind. Es werden Lösungen vorgeschlagen, die auf Erfahrungen beruhen. Es wird berichtet, inwieweit die eigene Biografie derer hilfreich ist, die freiwillig oder nebenamtlich in solchen Einrichtungen als seelsorgliche Begleiterinnen und Begleiter wirken. Pflegerinnen und Pf leger, die für seelsorgliche Begleitung ausgebildet wurden, beschreiben, wie sie aufgrund dieser Fortbildung nun auch ihren pflegerischen Dienst stärker aus dem Geist des Evangeliums gestalten. Es werden Notwendigkeiten aufgezeigt und Forderungen aufgestellt, Perspektiven und offene Fragen formuliert. Insgesamt machen die Beiträge deutlich, dass durch die Ausbildung von seelsorglichen Begleiterinnen und Begleitern die Kommunikation über die Bedeutung der christlichen Botschaft für das berufliche Handeln gefördert wird.

Nicht verschwiegen werden die Konflikte, die entstehen, wo die Rollen der hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger und die der freiwilligen oder nebenamtlichen seelsorglichen Begleiterinnen und Begleiter nicht geklärt sind. Die Auseinandersetzung mit diesen Konflikten in kirchlichen Einrichtungen der Behinderten-, Kranken- und Altenhilfe kann helfen, diese auch in anderen pastoralen Feldern auftretende Spannung zu reflektieren und zu lösen.

Die komplette Ausgabe Unsere Seelsorge vom März 2014 gibt es hier als Download.

Downloads

Bezug: Bischöfliches Generalvikariat, Materialdienst, Telefon: 0251 495-541, E-Mail: materialdienst@bistum-muenster.de

Text: Pater Manfred Kollig, Hauptabteilung Seelsorge
Foto: berggeist007 (pixelio.de)
E-Mail: seelsorge@bistum-muenster.de

 
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