Weckruf zu einer ökologischen Umkehr - Deckblatt
Weckruf zu einer ökologischen Umkehr:
Die Enzyklika Laudato si‘ von Papst Franziskus

Mit der zum Pfingstfest (!) 2015 "gegebenen" ersten umfassenden Umweltenzyklika Laudato si‘ erntete Papst Franziskus beinahe uneingeschränkte öffentliche Zustimmung. Papst Franziskus lädt nicht nur Christen, sondern alle Menschen guten Willens, die Wissenschaften und die Religionen "dringlich zu einem neuen Dialog ein über die Art und Weise, wie wir die Zukunft unseres Planeten gestalten" wollen.

Er fordert einen radikalen "Kurswechsel" (LS 163), um aus der "Spirale der Selbstzerstörung herauszukommen, in der wir untergehen" (LS 163). Anstelle einer globalisierten Gleichgültigkeit schlägt er Leitlinien einer "ökologischen Spiritualität" (LS 216) "der globalen Solidarität" (LS 240) vor. Sein Weckruf zu einer ökologischen Umkehr geht davon aus, dass es unmöglich ist, "den Aufbau einer besseren Welt anzustreben, ohne (zugleich, d.Verf.) an die Umweltkrise und die Leiden der Ausgeschlossenen zu denken" (LS 13). "Es gibt nicht zwei Krisen nebeneinander, eine der Umwelt und eine der Gesellschaft, sondern eine einzige und komplexe sozio-ökologische Krise. Die Wege zur Lösung erfordern einen ganzheitlichen Zugang, um die Armut zu bekämpfen, den Ausgeschlossenen ihre Würde zurückzugeben und sich zugleich um die Natur zu kümmern" (LS 139).     

Laudato si‘ richtet sich an die gesamte Menschheit, vor allem aber richtet sich der Papst an die Kirche selbst, an die Institution und an jeden Einzelnen: "Die Berufung, Beschützer des Werkes Gottes zu sein, praktisch umzusetzen (…) ist weder etwas Fakultatives noch ein sekundärer Aspekt der christlichen Erfahrung" (LS 217). Die Notwendigkeit einer integralen Umwelt-, Wirtschafts- und Sozialökologie (vgl. LS 137ff) ist nicht nur eine Angelegenheit globaler Politik, sondern fordert jeden Einzelnen Gläubigen zu einer ganzheitlichen Neubestimmung seines persönlichen schöpfungsökologischen Gleichgewichts heraus. Es geht um "das innere Gleichgewicht mit sich selbst, das solidarische mit den anderen, das natürliche mit allen Lebewesen und das geistliche mit Gott" (LS 210).

Unbestritten hat Papst Franziskus mit seinem Lehrschreiben die katholische Kirche als "grüne Weltmacht"  inmitten eines überlebensrelevanten öffentlichen Dialogs positioniert. Sind wir darauf vorbereitet? Die neueste Ausgabe von Unsere Seelsorge widmet sich den Reaktionen auf die Enzyklika innerhalb und außerhalb der katholischen Kirche und präsentiert verschiedene Praxisbeispiele einer erfolgreichen Umsetzung in Pfarreien, Bildungseinrichtungen, im Rahmen der Großveranstaltung Katholikentag sowie in der Geschäftsstrategie der DKM-Dahrlehnskasse im Bistum Münster.

"Unsere Seelsorge" liegt in Bildungseinrichtungen und den Katholischen Öffentlichen Büchereien im Bistum Münster aus.

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Sie kann auch beim Materialdienst des BGV unter Tel: 0251 / 495-541 oder unter der E-Mail-Adresse materialdienst@bistum-muenster.de gegen eine Schutzgebühr von 3,50 Euro pro Heft bestellt werden. Außerdem stehen die Hefte unter www.unsere-seelsorge.de zum Download bereit.

Die komplette Ausgabe Unsere Seelsorge von März 2017
gibt es hier (Unsere Seelsorge März 2017) als Download.


 

Text: Hauptabteilung Seelsorge
E-Mail: seelsorge@bistum-muenster.de

 
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