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Teilnahme an Supervisionen

Art. 24: Richtlinien zur Regelung der Teilnahme an Supervisionen für Priester, Pastoralreferenten, Pastoralreferentinnen und hauptamtliche Ständige Diakone im Bistum Münster1

I. Zielsetzung
Supervision ist eine spezielle Form der Beratung beruflicher Praxis. Sie hat das Ziel, durch Reflexion des beruflichen Selbstverständnisses, der praktischen Arbeit und der institutionellen Rahmenbedingungen einen Beitrag zur Qualifizierung zu leisten.
Sie soll dazu beitragen, daß die Kirche ihren Auftrag der Verkündigung, Unterweisung und Seelsorge, Diakonie, Bildungs und Beratungsarbeit glaubwürdig und sachkompetent durch ihre pastoralen Mitarbeiter wahrnehmen kann.

II. Supervisionsarten
Supervision kann als Einzel , Gruppen und Teamsupervision erfolgen. Die Auswahl ergibt sich aus den jeweiligen Praxisfeldern und den besonderen Belangen der Mitarbeiter.

1. Einzel und Gruppensupervision
Die Einzel und Gruppensupervision dient der fachlichen Qualifizierung von einzelnen Mitarbeitern in besonderen Arbeitssituationen. Besondere Arbeitssituationen können z.B. vorliegen,

a) wenn ein Mitarbeiter nach längerer Tätigkeit Veränderungen im Arbeitsfeld vornehmen will oder muß,

b) wenn zu Beginn einer Tätigkeit Hilfe zur eigenen Rollenfindung bzw. Strukturierung des Arbeitsfeldes notwendig ist,

c) wenn ein Mitarbeiter die Anleitung von Berufspraktikanten oder Auszubildenden übernimmt,

d) wenn die Beauftragung mit einer leitenden Funktion dienst  und fachaufsichtliche Kompetenzen beinhaltet,

e) wenn das Rollenverständnis und das Berufsfeld reflektiert werden sollen,

f) wenn ein interner Supervisor Kontrollsupervision nehmen will,

g) wenn eine Supervision auf Wunsch der Einsatzleitung begonnen werden soll.

Der Supervisand sucht sich die geeignete Form (Einzel oder Gruppensupervision) selber aus.

2. Teamsupervision
Die Teamsupervision dient dazu, die Arbeitsfähigkeit und die Arbeitskonzeption eines Teams von Hauptamtlichen (z.B. in Pfarrei, Seelsorgeeinheit, Pfarrverband, ...) zu reflektieren, zu klären und zu verbessern. Diese Supervision kann auf Wunsch des Teams oder der Einsatzleitung erfolgen.

II. Supervisionsarten
Supervision kann als Einzel , Gruppen  und Teamsupervision erfolgen. Die Auswahl ergibt sich aus den jeweiligen Praxisfeldern und den besonderen Belangen der Mitarbeiter.

1. Einzel und Gruppensupervision
Die Einzel und Gruppensupervision dient der fachlichen Qualifizierung von einzelnen Mitarbeitern in besonderen Arbeitssituationen. Besondere Arbeitssituationen können z.B. vorliegen,

a) wenn ein Mitarbeiter nach längerer Tätigkeit Veränderungen im Arbeitsfeld vornehmen will oder muß,

b) wenn zu Beginn einer Tätigkeit Hilfe zur eigenen Rollenfindung bzw. Strukturierung des Arbeitsfeldes notwendig ist,

c) wenn ein Mitarbeiter die Anleitung von Berufspraktikanten oder Auszubildenden übernimmt,

d) wenn die Beauftragung mit einer leitenden Funktion dienst  und fachaufsichtliche Kompetenzen beinhaltet,

e) wenn das Rollenverständnis und das Berufsfeld reflektiert werden sollen,

f) wenn ein interner Supervisor Kontrollsupervision nehmen will,

g) wenn eine Supervision auf Wunsch der Einsatzleitung begonnen werden soll.

Der Supervisand sucht sich die geeignete Form (Einzel oder Gruppensupervision) selber aus.

2. Teamsupervision
Die Teamsupervision dient dazu, die Arbeitsfähigkeit und die Arbeitskonzeption eines Teams von Hauptamtlichen (z.B. in Pfarrei, Seelsorgeeinheit, Pfarrverband, ...) zu reflektieren, zu klären und zu verbessern. Diese Supervision kann auf Wunsch des Teams oder der Einsatzleitung erfolgen.

III. Abgrenzung

1. Dienstbesprechungen und dienstliche Veranstaltungen, wie Konferenzen, Tagungen u.a. sind keine Supervision, sondern Dienstgeschäfte, und zwar auch dann, wenn sie Elemente der Reflexion des beruflichen Selbstverständnisses, der beruflichen Praxis oder des kollegialen Erfahrungsaustausches beinhalten.

2. Supervisionsprozesse, die Teil der Ausbildung oder genehmigter Fortbildungsmaßnahmen sind, sind nicht Gegenstand dieser Richtlinien.

Eine gleichzeitige Teilnahme an einem weiteren Supervisionsprozeß ist mit Ausnahme von Supervision nach Abschnitt II,2 nur in besonderen Ausnahmefällen auf Antrag möglich.

3. Ausdrückliche Organisationsberatungs / oder Organisationsentwicklungsprozesse sind nicht Gegenstand dieser Richtlinien.

IV. Regelung zur Teilnahme an S u p e r v i s i o n
Grundsätzlich können alle drei Supervisionsformen in Anspruch genommen werden. Berechtigt zur Teilnahme an Supervision sind hauptamtliche und nebenamtliche Mitarbeiter im kirchlichen Dienst des Bistums Münster.

1. Möchte ein Mitarbeiter, eine Gruppe oder ein Team Supervision nehmen, kann er/sie sich einen Supervisor frei suchen. Diese müssen nach einem vom Bistum anerkannten Verfahren ausgebildet worden sein oder werden (siehe Punkt IV.4. dieser Ordnung).

Bei der Suche nach einem geeigneten Supervisor, kann der Mitarbeiter (die Gruppe oder Team) auf Anfrage Unterstützung durch die Kontaktstelle für Supervision (532) erhalten.

1. 1. Suchen sich die Mitarbeiter im pastoralen Dienst (die Gruppe oder das Team), einen haupt- oder nebenamtlichen Supervisor der Abteilung 530 für ihren Supervisionsprozeß aus, schließen sie mit dem Supervisor einen Kontrakt.

Bei Kontraktabschluß informieren sie die Kontaktstelle (532) für Supervision.²

Die Information beinhaltet den/die Namen des/ der Supervisanden und des Supervisors, sowie den Zeitraum der Supervision, die Dauer der jeweiligen Sitzung und die Anzahl der vereinbarten Sitzungen.

Wird gegen den Kontrakt nicht binnen 4 Wochen Einspruch eingelegt, gilt der Kontrakt seitens der HA 500 als genehmigt.

Durch die Genehmigung entsteht ein Dreieckskontrakt, zwischen Supervisand, Supervisor und dem Bistum Münster, vertreten durch die HA 500.

Die Regelungen dieser Ordnung werden Bestandteil des Kontraktes.

Im Einzelfall berät sich die Kontaktstelle nach Rücksprache mit den jeweiligen Mitarbeitern - mit der zuständigen Einsatzleitung in der HA 500.

Die Kontaktstelle kann gegen den Kontrakt Einspruch einlegen, wenn er gegen Bestimmungen dieser Ordnung verstößt oder andere gewichtige Gründe vorliegen.

Ein Einspruch ist den Beteiligten schriftlich mitzuteilen. Die Gründe sind in geeigneter Form zu erörtern.

1.2 Bei gewünschter Inanspruchnahme eines privatwirtschaftlichen Supervisors legen Mitarbeiter im kirchlichen Dienst ihren Antrag auf Teilnahme an einer Supervision der Kontaktstelle für Supervision (532) zur Genehmigung vor.

Die Kontaktstelle entscheidet über den Antrag und teilt die Entscheidung den Antragstellern mit.³
Diese Entscheidung enthält auch Aussagen über den genehmigten zeitlichen Umfang der Supervision und die Regelung für die Kostenübernahme durch das Bistum.

Die Regelungen dieser Ordnung werden Bestandteil des danach zu schließenden Kontraktes zwischen Mitarbeiter und Supervisor.

Im Einzelfall berät die Kontaktstelle nach Rücksprache mit den Antragstellem den Antrag mit der zuständigen Einsatzleitung in der HA 500 und teilt den Antragstellem danach die Entscheidung in geeigneter Form mit.

2. Für die Supervisanden und die Supervisoren, sowie das Bistum Münster, vertreten durch die HA 500 sind folgende Rechte und Pflichten Bestandteil des Kontraktes:

Im Anschluß an einen Supervisionsprozeß kann auf Wunsch des Supervisanden mit der zuständigen Einsatzleitung in der Hauptabteilung 500 (Seelsorge-Personal) und dem Supervisor ein Gespräch geführt werden.

Wird seitens der zuständigen Einsatzleitung ein Gespräch im Anschluß an den Supervisionsprozeß gewünscht, verpflichtet sie sich, dieses innerhalb von 4 Wochen nach Vorlage des Kontraktabschlusses als Bestandteil des Kontraktes anzumelden.

Die Vertraulichkeit der Gesprächsinhalte der Supervision wird durch dieses Anschlußgespräch mit der zuständigen Einsatzleitung der HA 500 nicht berührt.

Wird der Supervisionsprozeß vom Supervisanden oder dem Supervisor abgebrochen oder gekündigt, ist der Supervisand verpflichtet, dies der Kontaktstelle mitzuteilen.

3. Für den Bereich des pastoralen Dienstes wird die Supervision durch haupt- und nebenamtliche Supervisoren der Abteilung 530 oder privatwirtschaftliche Supervisoren geleitet, die nach einem anerkannten Verfahren ausgebildet worden sind.

         Anerkannte Verfahren sind:

a) Supervisorenausbildungen, eingerichtet und genehmigt durch: Universität/Fachhochschule (Abschluß Diplom) Kirchliche und staatliche Behörden (Abschluß Graduierung)

b) Supervisorenausbildungen, anerkannt durch Dachorganisationen z.B. DGSv, EAS und DGfP4

4. Die Teilnahme an der genehmigten Supervision ist Dienstzeit der pastoralen Mitarbeiter und der internen Supervisoren.

5. Kostenübernahme

5.1. Bei einer nicht weiter begründeten Wahl eines privatwirtschaftlichen Supervisors für einen Supervisionsprozeß, stellt das Bistum Dienstzeit für diesen Prozeß bereit. Weitere Kosten werden nicht übernommen.

5.2. Bei der begründeten Inanspruchnahme eines privatwirtschaftlichen Supervisors übernimmt das Bistum auf Antrag 50 % des anfallenden Supervisorhonorars. In besonderen Fällen kann ein höherer Anteil durch das Bistum übernommen werden.

5.3. Wird die Supervision durch haupt  oder nebenamtliche Supervisoren der Abteilung 530 geleitet, fallen keine Kosten für den Supervisanden an.

5.4. Die Fahrtkosten werden in beiden Fällen nach der für den Mitarbeiter/die Mitarbeiterin jeweils geltenden Reisekostenregelung des Bistums erstattet.

V. Zeitlicher Umfang

Die Supervisionsdauer wird jeweils spezifisch festgelegt und umfaßt in der Regel zwischen 1 bis 15 Sitzungen. Der Genehmigungsumfang wird in Unterrichtsstunden à 45 Minuten berechnet.

1. Einzelsupervisionen bestehen in der Regel aus Sitzungen von jeweils 2 Unterrichtseinheiten Dauer. Die zeitliche Anordnung der Sitzungen richtet sich nach Bedarf und Absprache zwischen Supervisor und Supervisand. Ein über den genehmigten Umfang hinausgehender Supervisionsbedarf muß neu beantragt und begründet werden.

2. Gruppen und Teamsupervisionen bestehen in der Regel aus Supervisionssitzungen von jeweils 4 Unterrichtsstunden Dauer. Die zeitliche Anordnung der Sitzungen richtet sich nach Bedarf und Absprache zwischen Supervisor und Gruppe oder Team. Darüber hinausgehender Supervisionsbedarf muß neu beantragt und begründet werden.

VI. Inkraftsetzung

Diese Richtlinien treten zum 01.01.1999 in Kraft.

3.12.98

Anmberkungen:
1) Im weiteren Text sind bei der Verwendung männlicher Redewendungen Frauen ausdrücklich eingeschlossen. Der Begriff "kirchliche Mitarbeiter" wird in dieser Ordnung für die im Titel benannten Berufsgruppen verwendet.

2) Bei Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen aus dem Bereich des Offizialatsbezirkes Oldenburg informiert die Kontaktstelle die zuständige HA 500 im Offizialat Vechta.

3) Bei Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen aus dem Bereich des Offizialatsbezirkes Oldenburg leitet die Kontaktstelle den Antrag mit einer kurzen Stellungnahme an die HA 500 in Vechta zur Entscheidung weiter.

4) DGSv = Deutsche Gesellschaft für Supervision,
    EAS = Europäische Assoziation für Supervision,
    DGfP = Deutsche Gesellschaft für Pastoralpsychologie; vergleichbare von der HA 500 anerkannte Dachorganisationen zukünftiger Entwicklungen

 
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