Diözesane Eröffnung des Monats der Weltmission in Goch
Diözesane Eröffnung des
Monats der Weltmission in Goch

Bundesweit ist in den Diözesen der Monat der Weltmission eröffnet worden. Für das Bistum Münster wurde die Eröffnungsmesse am 9. Oktober in der St.-Maria-Magdalena-Kirche in Goch gefeiert.

"Dies soll zum einen eine Wertschätzung für den Geburtsort des Heiligen Arnold Janssen sein, der die Steyler Missionare mitbegründete, zum anderen liegt es auch auf der Hand, diesen Gottesdienst in einer Gemeinde zu feiern, in der ein Pastor wirkt, der von den Philippinen stammt", erklärt Pater Manfred Kollig, Leiter der Hauptabteilung Seelsorge im Bistum Münster, die Entscheidung.

Pater Roberto Alda ist seit 2015 Pfarrer in Goch. Er wuchs auf den Philippinen auf, die in diesem Jahr im Fokus des Internationalen Katholischen Missionswerks missio stehen. In dem asiatischen Inselstaat leben rund 100 Millionen Menschen. "Zwei Drittel von ihnen", berichtete Kollig in seiner Predigt, "leben in schwierigen und armen Verhältnissen." Kollig fügte an, dass die Menschen von den Philippinen dennoch genauso glücklich oder gar glücklicher wirkten als die Menschen in Deutschland. Von der Lebensfreude der Filipinos und Filipinas konnten sich die Besucher des Gottesdienstes anschaulich überzeugen, denn ein philippinischer Chor aus Bochum gestaltete die Messe musikalisch mit und lieferte mit einem Gabentanz zur Gabenbereitung auch ein Element eines südostasiatischen Gottesdienstes. Schon bei der Abendmesse am Samstag, 8. Oktober, hatte dieser Chor den Gottesdienst in Goch mitgestaltet.

Kollig mahnte in seiner Predigt, dass Barmherzigkeit für andere keine Frage danach sein dürfe, ob diese Barmherzigkeit gewinnbringend sei. Er bezog sich auf das Evangelium des Tages (Lukas 17, 11-19), in dem berichtet wird, wie Jesus zehn Aussätzige heilt. Nur einer von ihnen, ein Samariter, kehrte dankend zu Jesus zurück. Kollig: "Es ist an uns, Gutes weiterzugeben und vorzuleben, ohne dafür immer Dank zu erhalten. Denn auch uns widerfährt stets Gutes, ohne dass wir dafür immer dankbar sind." Außerdem nahm Kollig in seiner Predigt auch Bezug zum aktuellen Weltgeschehen: "Barmherzig sein können wir auch gegenüber den Menschen, die nicht Christen sind und die nicht gläubig sind. Unser Gott ist für alle da. Er will ein Licht sein denen, die von Angst, Krankheit, Krieg und Terror bedroht sind." Es sei daher wichtig, diese Botschaft auch dorthin zu tragen, wo Hass und Angst geschürt werden. Das gelte für Dresden ebenso wie für Aleppo.

Pater Manfred Kollig wurde von der Gocher Gemeinde mit Applaus bedacht. Pater Roberto Alda dankte Kollig für seine Worte und versicherte, die Gocher Gemeinde werde Kolligs Worte im Herzen tragen. Alda lud im Anschluss an den Eröffnungsgottesdienst ins Pfarrheim ein, wo sich die Gemeinde bei einem Vortrag "ihres" Paters ein Bild vom Leben auf den Philippinen machen konnte.

Bildunterschrift: Einen Tanz zur Gabenbereitung zeigten Mitglieder eines philippinischen Chors aus Bochum. Der Gottesdienst wurde zelebriert von Pater Manfred Kollig und Pater Roberto Alda (v.l.).

Text: Bischöfliche Pressestelle / 09.10.16
Kontakt: Pressestelle@bistum-muenster.de
Foto: Bischöfliche Pressestelle / Marco Büren