(von links) Michael Kleinschmidt vom Institut für Kino und Filmkultur (IKF), Schulseelsorger Joachim van Eickels, Horst Walter, ebenfalls vom IKF, Preisträgerin Marie-Castille Mention-Schaar, Marc Gutzeit, Geschäftsführer des katholischen Kreisdekanatsbür
Kirchliches Filmfestival in Recklinghausen
verzeichnet Besucherrekord

Einen Besucherrekord verzeichneten die Organisatoren des achten Kirchlichen Filmfestivals in Recklinghausen. 3200 Filmbegeisterte besuchten vom 15. bis zum 19. März die Vorführungen im Cineworld.

Ausverkaufte Vorstellungen, sehenswerte Filme, begeisterte Gäste und hintergründige Filmgespräche, das machte auch in diesem Jahr das einzige kirchliche Filmfestival Deutschlands aus. Im Fokus der vorgestellten Produktionen stand das Thema "Mensch sein" in einer Zeit des Wandels.

"Das Kino schafft es auf einzigartige Weise, auf menschliche Geschichten zu fokussieren und Schicksalen ein Gesicht zu geben. So leistet das Kirchliche Filmfestival mit seinen Filmen – ebenso wie den Gesprächen und Begegnungen – einen besonderen Beitrag, bei aktuellen Themen und Konflikten den Menschen und das Mensch sein in den Mittelpunkt zu rücken," so Schirmherr Dr. Felix Genn, Bischof von Münster. Den mit 2000 Euro dotierten und einem Olivenbaum als Zeichen des Friedens überreichten Hauptpreis erhielt am Samstagabend an Regisseurin Marie-Castille Mention-Schaar und Hauptdarstellerin Naomi Amarger für den französischen Film "Der Himmel kann warten". In dem Drama geht es zwei junge Frauen, die sich von islamistischen Fundamentalisten auf ihre Seite ziehen lassen.

"Das Kino ist ein Seismograph für gesellschaftliche Strömungen und politische Erschütterungen. Wichtig ist es in schwierigen Zeiten, sich nicht von Angst, sondern Hoffnung leiten zu lassen. Die 14 ausgewählten Filme machen Mut und stellen universelle Werte wie Menschlichkeit, Mitleiden, Ethik, Gerechtigkeit oder Solidarität in den Mittelpunkt. Diese zu stärken ist unser gemeinsames Anliegen", so Schirmherrin Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen.

"Das Kirchliche Festival ist ein Highlight im Kulturkalender von Recklinghausen. Den Machern des Programms ist es wieder gelungen, die richtige Mischung bei Filmen, Themen und Gästen zu finden. Mal geht es um eine kleine Geschichte, die nicht weit von hier spielt, mal um die Menschheit als Ganzes. Diesen besonderen Blick kann nur das Kino einnehmen", sagte Schirmherr Christoph Tesche, Bürgermeister von Recklinghausen. Er zeichnete am Samstag  zusammen mit dem katholischen Stadt- und Kreisdechanten Propst Jürgen Quante den deutschen Dokumentarfilm "Nicht ohne uns" mit dem Kinder- und Jugendfilmpreis aus, der 16 Kinder aus 14 Ländern und fünf Kontinenten porträtiert. Regisseurin Sigrid Klausmann und Produzent Walter Sittler nahmen die Auszeichnung entgegen.

Veranstalter des Kirchlichen Filmfestivals ist der Arbeitskreis Kirche & Kino des Evangelischen Kirchenkreises Recklinghausen und des Katholischen Kreisdekanats Recklinghausen. Der ökumenische Arbeitskreis bringt in Recklinghausen seit 2002 mit der Reihe "bilderwelten/weltenbilder – Kirche & Kino" besondere Filme auf die Leinwand und ins Gespräch. Partner des Festivals sind die Stadt Recklinghausen, das Cineworld Recklinghausen und das Institut für Kino und Filmkultur e.V. (IKF). Als Medienpartner engagieren sich epd Film und Filmdienst.

Die Schirmherrschaft übernehmen jedes Jahr Bischof Felix Genn (Bistum Münster), Präses Annette Kurschus (Ev. Kirche von Westfalen) und Bürgermeister Christoph Tesche (Stadt Recklinghausen).

Bildunterschrift: Glückliche Organisatoren mit Preisträgerin: (von links) Michael Kleinschmidt vom Institut für Kino und Filmkultur (IKF), Schulseelsorger Joachim van Eickels, Horst Walter, ebenfalls vom IKF, Preisträgerin Marie-Castille Mention-Schaar, Marc Gutzeit, Geschäftsführer des katholischen Kreisdekanatsbüro Recklinghausen, Stadt- und Kreisdechant Jürgen Quante, Kai-Uwe Theveßen, Theaterleiter Cineworld

Text: Bischöfliche Pressestelle / 20.03.17
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Foto: Niko Reich