Direktorium

Das Direktorium des Bistums Münster enthält den genauen liturgischen Kalender und die dazu notwendigen Angaben für das Bistum Münster. Zum Beispiel gibt es Hinweise für die Eigenfeiern des Bistums. Es wird im Auftrag des Diözesanbischofs herausgegeben und ist für alle liturgischen Feiern bindend. Das Direktorium gehört in jede Sakristei. Im Wesentlichen ist das Direktorium des Bistums Münster ähnlich wie das der anderen (Erz-)Diözesen aufgebaut. Es enthält:» weiter

 

Gebetsmeinung des Heiligen Vaters:

Um Trost für die Notleidenden: Dass alle, die in Bedrängnis sind, besonders die Armen, Flüchtlinge und Ausgegrenzten, in unseren Gemeinden willkommen sind und Trost finden.
Direktorium für den 28.02.2017

28 Di der 8. Woche im Jahreskreis

Off vom Tag
gr M vom Tag, zB: Tg 279; Gg 279; Sg 245
L: Sir 35,1–15
Ev: Mk 10,28–31

1943 Lodde, Joseph, Pfarrdechant in Coesfeld St. Lamberti, * 26.01.1879 in Münster, W 06.06.1903, umgekommen im Konzentrationslager Dachau
1980 Thüte, P. Theodor MSF, Krankenhauspfarrer am
St.-Josefs-Krankenhaus in Moers, * 12.05.1898 in
Herzebrock, W 09.08.1925
1982 Stachnik, Richard, Dr. theol., Priester des Bistums Danzig, Hausgeistlicher im Provinzialhaus der
Schwestern Unserer Lieben Frau in Coesfeld,
Apostolischer Protonotar, Konsistorialrat, * 07.07.1894 in Schneidemühl, W 11.02.1917
1988 Krimpenfort, Otto, Priester des Erzbistums Breslau, Geistlicher Rat h.c., em. Pfarrrektor von Cappeln-Sevelten St. Marien, * 03.03.1910 in Ratenau/Posen, W 05.04.1936
1996 Peters, Theodor, Pfr i.R. von Schalksmühle St. Thomas Morus, * 29.12.1910 in Duisburg, W 19.07.1936
1999 Terodde, Alois, em. Pfr von Warendorf-Einen St. Bartholomäus, * 25.11.1918 in Bocholt-Biemenhorst, W 06.08.1952

Jahrestag der Amtsniederlegung von Papst Benedikt XVI. (19.4.2005 bis 28.2.2013)

D I E Q U A D R A G E S I M A
FASTENZEIT – ÖSTERLICHE BUSSZEIT

„Die Quadragesima dient der Vorbereitung auf die Feier des Todes und der Auferstehung Christi. Die
Liturgie der Vierzig Tage bereitet die Gläubigen zur Feier des Ostergeheimnisses durch Taufgedächtnis und tätige Buße“ (GOK 27).
Vor allem folgende Weisungen sind zu beachten: cc. 1249–1253 CIC; Kongregation für den Gottesdienst, Rundschreiben »Über die Feier von Ostern und ihre Vorbereitung« 16.1.1988 (= Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls 81, Bonn 1988) auch in: Messbuch. Karwoche und Osteroktav, 1996,S. 9*–30*
1. Die gebotenen Gedenktage (G) werden an den Ferialtagen der Quadragesima wie nicht gebotene Gedenktage (g) behandelt und weichen der Feier der Ferialtage. In der Lh, den Ld und der Vp können die Gedenktage kommemoriert werden: „In der Lh fügt man nach der Väter-lesung und ihrem Responsorium die entsprechende hagiographische Lesung mit ihrem Responsorium hinzu und schließt mit der Oration des Tagesheiligen.
In Ld und Vp kann man nach der Oration, deren Schlussformel man dann weglässt, die Antiphon (eigen oder aus dem Com) und die Oration des Tagesheiligen hinzufügen“ (AES 239). Bei der Messfeier kann jedoch anstelle des Tagesgebetes des Ferialtages das Gebet des Gedenktages (G oder g) gesprochen werden.
2. Vom Beginn der Quadragesima bis zur Osternacht entfällt das »Halleluja« in allen Gottesdiensten, und zwar auch an den Hochfesten und Festen, und wird durch einen anderen Ruf v.d. Evangelium ersetzt („Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre!“ etc. GL 176,3-5)
3. Wenn nicht anders angegeben, wird während der Quadragesima in der Regel eine der Fasten-Prf verwendet.
4. An den Wochentagen empfiehlt sich eines der Segensgebete über das Volk (MB II² 569–574).
5. Votivmessen, Messen für besondere Anliegen und Messen für Verstorbene (ausgenommen beim Eintreffen der Todesnachricht, bei der Beisetzung des Verstorbenen und am ersten Jahrestag, nicht aber am Aschermittwoch; vgl. AEM 337) sind während der ganzen Quadragesima nicht gestattet. Dasselbe gilt auch für die Messen um geistliche Berufe und vom Herz-Jesu-Freitag sowie Herz-Mariä-Samstag.
6. In der Quadragesima (ausgenommen am 4. Fastensonntag, an Hochfesten und Festen) darf der Altar nicht mit Blumen geschmückt werden; die Orgel darf nur zur Begleitung des Gesangs verwendet werden. Beides unterstreicht den Bußcharakter dieser Zeit (vgl. Zeremoniale für die Bischöfe, 252).
7. Die Gesänge bei Gottesdiensten, besonders bei der
Eucharistiefeier, aber auch bei Andachten, müssen dieser Zeit angepasst sein und soweit wie möglich den liturgischen Texten entsprechen.
8. Die Volksandachten, die zur Quadragesima gehören, wie zB die Kreuzweg- oder Ölbergandacht, sollen gepflegt und mit liturgischem Geist erfüllt werden, so dass die Gläubigen durch sie leichter zur Feier des Paschamysteriums Christi hingeführt werden.
9. Durch Bußfeiern sollen die Taufbewerber zu den Sakramenten der Eingliederung geführt und die Getauften auf die Erneuerung des Taufversprechens vorbereitet werden.
Eine gemeinschaftliche Bußfeier mit Beichtgelegenheit am Ende der Quadragesima soll den einzelnen Gläubigen und der ganzen Gemeinde helfen, tiefer in das Paschamysterium einzugehen (vgl. Rundschreiben über die Feier von Ostern und ihre Vorbereitung, Nr. 6–10 und 37).
10. Empfang der Ostersakramente
Die Feier der Eucharistie bewirkt die volle Gemeinschaft der Getauften mit dem Herrn und stellt die Einheit der Kirche sichtbar dar. Die Kirche empfiehlt daher nachdrücklich den Gläubigen, wenn sie an der Eucharistiefeier teilnehmen, die heilige Kommunion zu empfangen; sie verpflichtet sie, dies wenigstens einmal im Jahr, in der
Osterzeit, zu tun (vgl. Katechismus der Katholischen
Kirche 1417, c. 920 CIC, GL 29,7,3).
Wer sich einer schweren Sünde bewusst ist, muss im Bußsakrament seine Sünden bereuen und aufrichtig bekennen, damit er durch die priesterliche Absolution von Gott die Verzeihung seiner Sünden erlangt und so wieder die volle Gemeinschaft mit Gott und der Kirche hergestellt wird (vgl. c. 959-960; 916 CIC).

Auch den Gläubigen, die keine schweren Sünden zu beichten haben, wird zur Erneuerung und Vertiefung der Bußgesinnung sowie zur sakramentalen Sündenvergebung der häufigere Empfang des Bußsakramentes empfohlen. Er fördert zudem die Selbsterkenntnis und trägt zur inneren Reife bei.
(Vgl. „Weisungen der Deutschen Bischöfe zur kirchlichen Bußpraxis“ 24.11.1986).
Das Gebot der Kirche lautet daher für alle Gläubigen: „Empfange wenigstens einmal im Jahr das Sakrament der Versöhnung zur Vergebung deiner Sünden!“ (GL 29,7,2; vgl. KKK 2042)
11. Wünschenswert ist es, dass in der Österlichen Bußzeit gar keine Trauungen gehalten werden. Wird in der Quadragesima eine Trauung gehalten, möge der Pfarrer die Brautleute ersuchen, auf die Bedeutung dieser liturgischen Zeit Rücksicht zu nehmen.
Am Karfreitag und am Karsamstag ist die Feier der Trauung verboten (vgl. Die Feier der Trauung, ²1992, Nr. 31, Prænotanda Nr. 32; Pastorale Einführung Nr. 22).
12. Fasten- und Abstinenzgebot
Das Abstinenzgebot (Verzicht auf Fleischspeisen) am Aschermittwoch und Karfreitag verpflichtet alle, die das 14. Lebensjahr vollendet haben; das an diesen Tagen geltende Fastengebot (Einschränkung des Essens auf nur eine Sättigung am Tag) verpflichtet alle Volljährigen bis zum Beginn des 60. Lebensjahres. Die Seelsorger und die
Eltern sollen aber dafür sorgen, dass auch diejenigen, die wegen ihres jugendlichen Alters zu Fasten und Abstinenz

nicht verpflichtet sind, zu einem echten Verständnis der Buße geführt werden (vgl. c. 1251-1252 CIC).
13. Freitagsopfer
Alle Freitage des Jahres sind im Gedenken an das Leiden und Sterben des Herrn kirchliche Bußtage, an denen die Gläubigen zu einem Freitagsopfer (Abstinenz von Fleischspeisen oder von einer anderen Speise entsprechend den Vorschriften der Bischofskonferenz; c. 1251 CIC) verpflichtet sind; ausgenommen sind die Freitage, auf die ein Hochfest fällt. Das Freitagsopfer kann verschiedene Formen annehmen: Verzicht auf Fleischspeisen, der nach wie vor sinnvoll und angemessen ist; spürbare Einschränkung im Konsum, besonders bei Genussmitteln; Dienste und Hilfeleistungen für den Nächsten. Das durch das Freitagsopfer Ersparte sollte mit Menschen in Not geteilt werden (vgl. Partikularnormen der DBK v. 1986).
14. Stationsgottesdienste
Es ist sehr zu empfehlen, dass die Ortsgemeinden, wenigstens in größeren Städten, entsprechend dem römischen Brauch, in geeigneter Form Stationsfeiern halten. Das gilt vor allem für die Fastenzeit. Es ist passend, dass der Diözesanbischof solche Feiern leitet. Als Tage empfehlen sich die Sonntage und besonders geeignete Wochentage, als Orte die bedeutenden Kirchen und Kapellen einer Stadt, die Heiligengräber und beliebte Wallfahrtsorte der
Diözese (MB II² 76).


Formulare für die Messfeier an Wochentagen in der Fastenzeit, auf die kein H, F oder G fällt:
Messe vom Wochentag; am G oder g kann man, ausgenommen am Aschermittwoch und in der Karwoche, dessen Tagesgebet nehmen;
Marien-Messen (MMB 61–91) nur in Marienwallfahrtskirchen („die Erlaubnis wird jedoch nur für auswärtige Priester gegeben oder sooft die Messe für Pilger gefeiert wird“) – auch an F und G, nicht aber am Aschermittwoch und in der Karwoche – jedoch mit Tageslesungen (MMB-Past. Einf. 31);
eine Begräbnismesse ist an allen Tagen möglich, außer an den gebotenen Hochfesten, den Fastensonntagen und am Gründonnerstag (AEM 336);
Messen für Verstorbene nach Eintreffen der Todesnachricht und am ersten Jahrestag sind auch an G möglich, nicht aber am Aschermittwoch und in der Karwoche (AEM 337).

Perikopen der Wochentage: ML IV.
Offizium: Stundenbuch II, 4. Woche, Lektionar I/2, LH vol. II.




 

Abkürzungsverzeichnis Direktorium Münster
Allgemein:
  • AEM = Allgemeine Einführung in das Röm. Messbuch
  • AEL = Pastorale Einführung in das Messlektionar 1981
  • ES = Allgemeine Einführung in das Stundenbuch
  • Ap = Apostel
  • APs = Antwortpsalm (Vorschläge)
  • ARK = Allgemeiner Römischer Kalender
  • AuswL = Auswahllesung
  • Bi = Bischof
  • CIC = Codex juris canonici 1983
  • Com = Commune
  • Cr = Credo
  • DK = Diözesankalender Münster
  • DW = Diakonweihe
  • eig = eigener, eigene(s)
  • Ev = Evangelium
  • Ez = Erzieher
  • Gb = Glaubensbote
  • Gk = Gründer von Kirchen
  • Gl = Gloria
  • GL = Gotteslob
  • Hg = Hochgebet(e)
  • Hl = Heilige(r)
  • Ht = Hirten der Kirche
  • Jf = Jungfrau
  • K= Kantorenbuch zum Gotteslob
  • KA = Kirchl. Amtsblatt Münster
  • KJ = Kirchenjahr
  • Kl = Kirchenlehrer
  • Kp = Komplet
  • Kpl = Kaplan
  • L = Lesung
  • Ld = Laudes
  • LE = Lehrer und Erzieher
  • LH = Liturgia Horarum
  • LK = Liturgiekonstitution
  • M = Messfeier
  • MB = Messbuch (1975, 2. Aufl. 1988)
  • MMB = Messbuch. Sammlung von Marienmessen (1990)
  • Mt = Märtyrer
  • Nl = Heilige der Nächstenliebe
  • Off = Officium (Stundengebet)
  • Or = Ordensleute
  • Pfr = Pfarrer
  • Pp = Papst
  • Pr = Priester
  • Prf = Präfation
  • Ps = Psalm(en)
  • RK = Religionskalender
  • Sel = Selige(r)
  • Ss = Seelsorger
  • StG = Die Feier des Stundengebetes
  • V = Vesper
  • vol = Band
  • Wt = Witwe(r)
  • † = Applikationspflicht; gebotener Feiertag
Liturgischer Rang:
  • H = Hochfest
  • F = Fest
  • G = gebotener Gedenktag
  • g = nicht gebotener Gedenktag
Liturgische Farben:
  • GR (gr) = Grün
  • R (r) = Rot
  • SCH (sch) = Schwarz
  • V (v) = Violett
  • W (w) = weiß