(von links) Felix Genn, Jens Kallfelz, Anne Hakenes und Thomas Sternberg.
Werbelinie des Katholikentags
setzt auf kraftvolle Bilder

Ein ehemaliger amerikanischer Präsident, ein Adler und ein Fan der Rolling Stones: Sie alle werben ab sofort für den 101. Deutschen Katholikentag, der unter dem Leitwort "Suche Frieden" vom 9. bis 13. Mai 2018 in Münster stattfinden wird.

Die Werbelinie für dieses Großereignis ist am 20. März in Münster vorgestellt worden. Die Werbelinie sei ein "Hingucker" findet der Bischof des gastgebenden Bistums Münster, Dr. Felix Genn. Sie sei "stark, ästhetisch, sehr ansprechend und modern". Und sie zeige: Die Kirche sei nicht weltfremd und "aus der Zeit gefallen", sondern sie stehe mitten in dieser Welt. Gerade auch Menschen, die mit Kirche und Katholikentag wenig zu tun haben, sollten von diesem Erscheinungsbild angesprochen werden.

Die Werbelinie stelle das Leitwort "Suche Frieden" in den Mittelpunkt. "Es gibt gerade heute kein Thema, das uns in Münster und die Menschen in aller Welt so umtreibt wie die Suche nach Frieden", sagte Genn.

Ebenfalls mit Blick auf das Leitwort sagte Prof. Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken, das sei eine vielfältige Botschaft, die sich nicht auf einfache Symbole reduzieren lasse. Deshalb seien auch die Motive, die künftig das Leitwort versinnbildlichen, sehr breit gefächert: Der ehemalige US-Präsident Barack Obama ist mit Tränen in den Augen genauso darunter wie ein Fan der "Rolling Stones" bei deren Konzert auf Kuba und ein Adler, der sich auf einem französischen Militärstützpunkt eine Drohne greift. Ein anderes Foto zeigt eine junge Frau, die in einem schicken Abendkleid einer Reihe Polizisten in voller Kampuniform gegenübersteht. Aufgenommen wurde dieses Bild während einer Protestaktion nach dem Tod eines Afroamerikaners im US-Bundesstaat Louisiana.

Dies sind allerdings nicht die einzigen Bilder der Werbelinie, die die Agentur Kopfkunst aus Münster entwickelt hat. "Die Kampagne selbst hat keine festen Bilder", sagte Sternberg, "die Motive werden sich bis zum Mai 2018 immer wieder ändern." Diese Unterschiedlichkeit spiegle den Katholikentag selbst wider, der mit seinen rund 1000 Veranstaltungen ebenfalls die Themen dieser Welt aufgreift. Und genau wie die Plakatmotive wolle der Katholikentag widerspenstig sein: "Es darf, nein, es muss beim Katholikentag gestritten werden. Wir wollen keinen falschen Frieden – dafür ist die Lage in der Welt zu ernst."

Die Suche nach Frieden ist für Jens Kallfelz, den Geschäftsführer der Agentur Kopfkunst, vor allem "Hoffnung, ein Aufbrechen und Vorwärtsgehen". "Suche Frieden" habe mit Kraft und Mut zu tun: Deshalb werde das weiße Segel als Bildmarke gewählt. Weiß stehe dabei als Symbolfarbe für den Frieden. Die großen Segelschiffe wiederum böten Stoff für Erzählungen, Legenden und Mythen. "Diese frühen Weltreisen folgten alle einem gewaltigen Leitmotiv: dem Suchen, der Hoffnung", erklärte Kallfelz. Das Segel verbinde beides.

Dabei steht das Leitwort in kräftigen Versalien. Dazu kämen Bilder, die fernab jeder Beliebigkeit anrühren, bewegen und aufwühlen. Die Themenbereiche reichten von der Flüchtlingsdebatte über Religion, Politik bis hin zu Umwelt, Familie und Gesundheit – das ganze hochkomplexe Leben. "Die Bilder fordern auf, mutig zu sein und vielleicht den einen entscheidenden Schritt nach vorne zu machen", sagte Kallfelz.

Die Präsentation der Werbelinie fand in der Ausstellungshalle des Vereins "Hawerkamp 31" in Münster statt, die sich in einem ehemaligen Fabrikgelände befindet – bis 1988 war hier eine Baufirma mit Betonwerk untergebracht. Seit damals sind die Backsteingebäude mit Industrie-Charme Kulturstandort mit Platz für Konzerte, Techno-Tanzclubs und viel Graffiti, aber auch einer Autowerkstatt. Man erwarte hier nicht unbedingt eine kirchliche Veranstaltung, sagte ZdK-Präsident Thomas Sternberg bei der Vorstellung. Manchen habe überrascht, dass der Katholikentag hierher komme. Und Thomas Sternberg hofft, dass der Katholikentag in Münster noch viele positive Überraschungen bereithält.

Bildunterschriften: Sie präsentierten die Werbelinie zum Katholikentag 2018 und dem Leitwort "Suche Frieden" - (von links) Felix Genn, Jens Kallfelz, Anne Hakenes und Thomas Sternberg.

Text: Bischöfliche Pressestelle / 20.03.17
Kontakt. Pressestelle@bistum-muenster.de
Fotos: Kathrin Hartz / Bischöfliche Pressestelle

 
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