Generalvikar Dr. Norbert Köster gratuliert neuen Pfarreiräten
Generalvikar Dr. Norbert Köster
gratuliert neuen Pfarreiräten

Die Katholiken im Bistum Münster haben gewählt: Seit dem Wochenende haben die 217 Pfarreien von Wangerooge bis Werne, von Wachtendonk bis Wadersloh neue Pfarreiräte.

Die Wahlbeteiligung lag bistumsweit bei neun Prozent, 2013 waren es sieben Prozent. Im Kreisdekanat Steinfurt machten mit 11,6 Prozent die meisten Katholiken von ihrem Stimmrecht Gebrauch. 34 der 217 Pfarreien im Bistum haben sich für das erstmals mögliche Verfahren der allgemeinen Briefwahl entschieden. Mit diesem sollte die Wahlbeteiligung und damit die Legitimation für die kirchlichen Gremien gesteigert werden. Der erhoffte Effekt ist eingetreten: Spitzenreiter ist die Pfarrei St. Ansgar in Barßel mit 37 Prozent, gefolgt von der Pfarrei St. Brictius in Schöppingen mit 34 Prozent und Heilig Kreuz in Ibbenbüren mit 33 Prozent. Auch in Recklinghausen oder Hamm ist die Wahlbeteiligung von rund fünf Prozent in 2013 auf 12 bis 13 Prozent gestiegen.

"Ich bin dankbar dafür, dass so viele Menschen bereit sind, dieses wichtige Ehrenamt zu übernehmen", freut sich Generalvikar Dr. Norbert Köster über das große Engagement: "Sie gestalten das katholische Leben vor Ort verantwortlich mit." Er ermutigt die Mitglieder in den Pfarreiräten, durch ihre Arbeit der Kirche ein Gesicht zu geben: "Wir können Zeuginnen und Zeugen sein, indem wir denken, reden und handeln im Geiste Jesu Christi – und wenn wir im Vertrauen auf ihn unsere Möglichkeiten nutzen, um beherzt und mit Leidenschaft die Kirche in die Zukunft zu führen."

Für Marie-Luise Kamp, Geschäftsführerin des Diözesankomitees der Katholiken im Bistum Münster, ist die allgemeine Briefwahl ein Erfolgsmodell: "In allen beteiligten Pfarreien hat sich die Wahlbeteiligung im Vergleich zu 2013 mindestens verdoppelt, teilweise verdrei- oder vierfacht – quer durch das Bistum." Erste Rückmeldungen aus den Pfarreien liegen Kamp bereits vor. Bei den für die Wahl Verantwortlichen sei die Freude groß, dass der durch die Briefwahl verursachte Mehraufwand sich gelohnt habe: "Das Ergebnis ist Motivation für die Arbeit im Pfarreirat", weiß die Geschäftsführerin aus den Gesprächen.
Die neuen Pfarreiräte kommen in den nächsten Wochen zu konstituierenden Sitzungen zusammen, wählen Vorstände und bilden Sachausschüsse, die sich mit thematischen Schwerpunkten intensiver beschäftigen. Viele Pfarreiräte setzen sich ihre Ziele für die laufende Wahlperiode im Rahmen einer Klausurtagung. Normalerweise tagen Pfarreiräte alle sechs bis acht Wochen. Die Amtszeit beträgt vier Jahre.

Bildunterschrift: Generalvikar Dr. Norbert Köster ermutigt die Mitglieder der neu gewählten Pfarreiräte im Bistum Münster, beherzt und mit Leidenschaft das katholische Leben vor Ort mitzugestalten.

Text: Bischöfliche Pressestelle / 14.11.2017
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