Borkener Pfarrei St. Remigius sammelt 471 Handys
Borkener Pfarrei St. Remigius
sammelt 471 Handys

Sie sind die Besten im Bistum Münster. 471 ausrangierte Handys haben die Ehren- und Hauptamtlichen der Borkener Pfarrei St. Remigius bei der bundesweiten Aktion „Woche der Gold-Handys“ des katholischen Hilfswerkes missio, an der sich das Bistum Münster beteiligt hat, gesammelt.

Sowohl in der Bücherei als auch im Kapitelshaus, im Propsteibüro und in der Geschäftsstelle des Kreisdekanates standen Sammelboxen für nicht mehr genutzte Handys bereit. Für ihren Einsatz wurden die Vertreter der Pfarrei am 11. Oktober ausgezeichnet. Im Auftrag von missio-Diözesandirektor Weihbischof Dr. Stefan Zekorn überreichte Weihbischof Dr. Christoph Hegge ihnen eine Urkunde, die Schutzengelmedaille und einen 100-Euro-Gutschein für den Einkauf im Eine-Welt-Laden.

Hegge bedankte sich bei den Mitgliedern von St. Remigius für ihr besonderes Engagement – und er ermutigte sie weiterzumachen: „Wir müssen lernen, noch globaler zu denken.“ Der Weihbischof forderte die Borkener auf, sich für einen verantwortungsbewussten Umgang mit den Ressourcen einzusetzen und dabei den Blick nicht nur auf die eigene Wirtschaft zu richten.

Die deutsche Bischofskonferenz, so berichtete Hegge, habe sich jüngst ebenfalls mit diesem Thema beschäftigt. Das Fazit der Diskussion: „Auch wir als katholische Kirche sind aufgefordert, uns weltumfassender aufzustellen.“
Mit dem Ende der „Woche der Gold-Handys“ ist die Aktion in St. Remigius längst nicht abgeschlossen: „In Borken wird weitergesammelt“, sagte Kreisdekanatsgeschäftsführer Matthias Schlettert. Erst einmal bis Weihnachten. Inzwischen seien knapp 800 Mobiltelefone abgegeben worden.

Wie sie den 100-Euro-Gutschein ausgeben, wissen die Gewinner übrigens auch schon: Das Geld wird in Kaffee und Schokoriegel für das nächste Kfd-Flüchtlingscafé „Netzwerk“ investiert. Eine Idee, die auch Propst Christoph Rensing gefiel. Als Kreisdechant hatte er die Schirmherrschaft über die Aktion im Kreisdekanat Borken.

„Jeder kann helfen und etwas tun, damit es Anderen besser geht. Wir haben es geschafft, in der Aktionswoche sehr viele Menschen zu motivieren“, zieht Weihbischof Zekorn Bilanz. Er fügt hinzu: „Ich würde mich freuen, wenn das Engagement für die Menschen, die unter dem Krieg in der Demokratischen Republik Kongo leiden, nach der ,Woche der Gold-Handys‘ weitergeht.“ Ausgediente Handys können jederzeit zum Hilfswerk missio nach Aachen geschickt werden. Und auch im missio-Fluchttruck, der gerade wieder durch das Bistum Münster tourt, kann man sein ausrangiertes Mobiltelefon sinnvoll loswerden.  Der Erlös kommt der Aktion Schutzengel zugute.

Bildunterschrift: Weihbischof Dr. Christoph Hegge (4. von rechts) gratulierte den Besten im Bistum Münster. 471 ausrangierte Handys haben die Ehren- und Hauptamtlichen der Borkener Pfarrei St. Remigius bei der bundesweiten Aktion „Woche der Gold-Handys“ gesammelt.

Text: Bischöfliche Pressestelle / 11.10.2017
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Foto: Bischöfliche Pressestelle / Gudrun Niewöhner