Dülmener Kunstprojekt im Fenster der
Dülmener Kunstprojekt im
Fenster der "Schmiede" zu sehen

Wer wissen möchte, wie spät es ist, wirft schnell mal einen Blick auf die Armbanduhr oder das Handy. Wem das zu profan ist, der kann eine besondere Zeitangabe im Fenster der "Schmiede", dem neuen Büro der Pastoralreferentinnen und -referenten der Pfarrei St. Lamberti in Coesfeld an der Bernhard-von-Galen-Straße, erleben.

Auf einem Monitor ist eine Uhr mit menschlichem Getriebe in einer Endlosschleife zu entdecken. Erstellt haben diese besondere Art der Zeitangabe Jugendliche und Mitarbeiter der KiWo Jugendhilfe in Dülmen gemeinsam mit Hochseilgartentrainern. 24 Stunden haben sie im Hochseilgarten in Dülmen in luftiger Höhe mit weißen Ziffern – ähnlich einer Digitaluhr – die Zeit dargestellt und das Ganze aus einer Kameraperspektive gefilmt. Mehr als 60 Aktive haben dafür gesorgt, dass die Uhr zuverlässig die Zeit anzeigt. "Eine Minute pro Monat weicht unsere Uhr nur ab", berichtet Joachim Heines von der KiWo Jugendhilfe nicht ohne Stolz.

Doch nur spielerisch die richtige Zeit anzuzeigen, war nicht die einzige Motivation, die das 60-köpfige Team verfolgte. "Es ist auch ein Kunstprojekt, das zum Nachdenken über das Thema ‚Zeit‘ anregen möchte", erklärt der Bereichsleiter und Hochseilgartentrainer. "Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass Jugendhilfezeit Lebenszeit ist. Leider wird sie immer weiter verkürzt", betont Heines mit besonderem Blick auf die Kinder und Jugendlichen, die von der KiWo Jugendhilfe betreut werden.

"Wir kannten die Uhr und wussten, dass die KiWo Jugendhilfe sie verleiht. Denn wir sind mit unseren Firmlingen jedes Jahr im Hochseilgarten zu Gast", berichtet Pastoralreferent Walbert Nienhaus. Dieses Kunstprojekt passe wunderbar zum Konzept des neuen Büros. "Wir ziehen uns nicht zurück, sondern unsere ‚Schmiede‘ soll sich zu einem Ort entwickeln, an dem Begegnung stattfindet, an dem Zeit miteinander verbracht wird", sagt Nienhaus. Nun hofft er, dass die Menschen vor dem Fenster stehen bleiben, Spaß an der menschlichen Uhr haben, vielleicht irritiert sind, genauer hinschauen und eventuell sogar miteinander ins Gespräch kommen. Dafür ist auf jeden Fall die nächsten vier Wochen Zeit.
Weitere Informationen zur lebendigen Uhr finden sich im Internet unter www.kiwo-jugendhilfe.de .

Bildunterschrift: Pastoralreferent Walbert Nienhaus (links) ist begeistert von der lebendigen Uhr, die Joachim Heines von der KiWo Jugendhilfe im Fenster der "Schmiede", dem neuen Büro der Pastoralreferentinnen und -referenten von St. Lamberti, installiert hat.

Text: Bischöfliche Pressestelle / 10.08.17
Kontakt: Pressestelle@bistum-muenster.de
Foto: Michaela Kiepe/Bischöfliche Pressestelle