Pfarrer Wolfgang Schmitz neuer Diözesanpräses der Gehörlosenseelsorge
Pfarrer Wolfgang Schmitz
neuer Diözesanpräses der Gehörlosenseelsorge

Pfarrer Wolfgang Schmitz ist neuer Diözesanpräses der Gehörlosenseelsorge im Bistum Münster. An Karsamstag (15. April) führte der emeritierte Weihbischof Friedrich Ostermann ihn in der St.-Mauritius-Kirche in Enniger in sein Amt ein.

Schmitz tritt die Nachfolge von Pfarrer Norbert Schulze Raestrup an, der nach 41 Jahren aus seinem Amt verabschiedet wurde. An dem Empfang und anschließenden Ostergottesdienst nahmen mehr als 120 Ehrengäste und Gehörlose aus dem Bistum teil.

Von Dank und Anerkennung für den bisherigen sowie guten Wünschen für den neuen Diözesanpräses waren die zahlreichen Ansprachen geprägt. Neben Generalpräses Josef Rothkopf vom Verband der katholischen Gehörlosen Deutschlands sprachen auch Ludger Kreienborg vom Caritasverband im Bistum Münster und Pastor Christian Hauschild von der evangelischen Gehörlosenseelsorge. Für die Gehörlosenvereine im Bistum Münster wandten sich Karsten Kißler und Michael Rubbert zunächst an Schulze Raestrup: "Mehr als 41 Jahre warst Du Seelsorger für Menschen, die nicht mit der Stimme, sondern mit ihren Händen sprechen." Seine Hände, Mimik und Körpersprache hätten den Gehörlosen die Botschaft Gottes nahe gebracht.

In Anlehnung an das Köder-Bild "Die Schöpfung", das die beiden Männer Pfarrer Schmitz überreichten, gaben Kißler und Rubbert ihm einen Wunsch mit auf den Weg: "Mögen deine Hände uns in den nächsten Jahren die Schöpfung und Liebe Gottes gebärden." In einer symbolischen Geste zog Schulze Raestrup sein Gewand aus, das er selbst vor 41 Jahren von seinem Vorgänger erhalten hatte, und legte es seinem Nachfolger Pfarrer Schmitz über.

Schmitz wurde 1966 geboren und wuchs in Marl auf. Nach seiner Priesterweihe 1997 war er als Kaplan in St. Johannes in Kirchhellen und St. Paulus in Voerde tätig. 2004 wurde er Pfarrer in St. Peter in Rheinberg am Niederrhein. In der Seelsorge für gehörlose Menschen ist Schmitz bereits seit 17 Jahren aktiv. 2000 ernannte ihn der damalige Bischof Reinhard Lettmann zum Gehörlosenseelsorger für den Bezirk Wesel, später auch für die Gemeinde Moers.

Im Bistum Münster sind insgesamt fünf Geistliche in der Gehörlosen-Seelsorge tätig. Sie bieten in zwei Kirchen am Niederrhein, sechs in Westfalen und zwei im Oldenburger Land regemäßig Gottesdienste an. Außerdem gibt es Gebärdendolmetscher, die vom Bistum zur Verfügung gestellt werden.

Bildunterschrift: Weihbischof em. Friedrich Ostermann verabschiedete Pfarrer Norbert Schulze Raestrup (Mitte) und führte Pfarrer Wolfgang Schmitz in sein neues Amt ein.

Text: Bischöfliche Pressestelle / 19.04.17
Kontakt: Pressestelle@bistum-muenster.de
Foto: Michael Rubbert

 
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