Hinweise für die Beantragung der Vorläufigen Kirchlichen Unterrichtserlaubnis zur Teilnahme an Zertifikatskursen und Studienkursen

Sehr geehrte Damen und Herren!
Sie stellen den Antrag auf Erteilung der Vorläufigen Kirchlichen Unterrichtserlaubnis, um in einer Schule katholischen Religionsunterricht zu erteilen. Wir danken Ihnen im Namen unseres Bischofs für Ihre Bereitschaft, sich als Religionslehrer/in zu engagieren.

Der Beruf der Religionslehrerin/des Religionslehrers setzt in der Regel die staatliche Lehrbefähigung (Master und Staatsexamen) im Fach Katholische Religionslehre oder eine Erweiterungsprüfung in diesem Fach voraus. Wegen des Mangels an Fachlehrern oder aus sonstigen pädagogischen Erwägungen erscheint es uns unter gewissen Voraussetzungen notwendig und sinnvoll, auch Lehrer/innen ohne Fakultas die Erteilung des Religionsunterrichts zu ermöglichen. Wir freuen uns deshalb, dass Sie sich entschieden haben, an einem Zertifikatskurs im Fach Katholische Religionslehre teilzunehmen oder einen Studienkurs zu absolvieren. Die Vorläufige Kirchliche Unterrichtserlaubnis ermöglicht es Ihnen schon während des Kurses, katholischen Religionsunterricht zu erteilen.

Die Vereinbarung der nordrhein-westfälischen (Erz-)Bischöfe für die Erteilung der Kirchlichen Unterrichtserlaubnis und der Missio canonica für Lehrkräfte mit der Fakultas Katholische Religionslehre nennen als Kriterien für die Verleihung der kirchlichen Beauftragung:

  • Der/die Religionslehrer/in ist bereit, den Religionsunterricht in Übereinstimmung mit der Lehre der Katholischen Kirche zu erteilen.
  • Der/die Religionslehrer/in beachtet in der persönlichen Lebensführung die Grundsätze der Lehre der Katholischen Kirche.

Als Grundsätze gelten:

  • Der/die Religionslehrer/in ist Mitglied der katholischen Kirche, ist getauft und gefirmt.
  • Der/die Religionslehrer/in nimmt am Leben der kirchlichen Glaubensgemeinschaft, insbesondere am Sonntagsgottesdienst, teil.
  • Verheiratete Religionslehrer/innen leben in einer kirchenrechtlich gültig geschlossenen Ehe.
  • Der/die Religionslehrer/in lässt seine/ihre leiblichen Kinder in der Regel katholisch taufen und bemüht sich nach Kräften darum, sie im katholischen Glauben zu erziehen.

Voraussetzung sind i. d. R. das Erste und Zweite Staatsexamen bzw. Master und Staatsexamen als Lehrer/in sowie der Bedarf an der Schule. Mit Ihrem Antrag versichern Sie in einer schriftlichen Erklärung, dass Sie den Religionsunterricht in Übereinstimmung mit der Lehre der Katholischen Kirche glaubwürdig erteilen wollen. Zudem wenden wir uns im Auftrag unseres Bischofs an die Pfarrgemeinde Ihres ersten Wohnsitzes (oder, falls gewünscht, an die Pfarrgemeinde, an deren Leben Sie teilnehmen) und fragen an, ob der Antrag unterstützt wird oder Bedenken gegen die Erteilung der Kirchlichen Unterrichtserlaubnis bestehen.

Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen und wünschen Ihnen viel Erfolg und Gottes Segen bei Ihrer wichtigen Arbeit.
Ihr
i. A.
Dr. William Middendorf
Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung

Ansprechpartner

Dr. Christian Schulte

Leiter der Abteilung Religionspädagogik

0251 495-511

schulte[at]bistum-muenster.de