© missio/H. Schwarzbach

Bundesweite Eröffnung des Monats der Weltmission 2019 in Münster

Mission LEBEN

Mission LEBEN heißt das Motto des weltkirchlichen Erntedankfests, das am Sonntag, 6. Oktober, in Münster gefeiert wird. Das Katholische Hilfswerk missio lädt anlässlich der Bundeseröffnung des Monats der Weltmission in Münster gemeinsam mit der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) sowie der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) auf den Domplatz ein. Die diesjährige Beispielregion missios ist Nordost-Indien, so dass auch einige Gäste aus der Region auf dem Domplatz zu Gast sein werden.

Nach dem Gottesdienst um 11:45 Uhr mit Bischof Dr. Felix Genn unter freiem Himmel gibt es ein buntes Programm mit viel Musik. Stephanie Heinrich von der WDR Lokalzeit Münsterland führt durch das Programm, bei dem unter anderem Judy Bailey und ein Projektchor aus Ahaus/Stadtlohn mit Sängerinnen und Sängern des Jungen Chors, St. Otger Stadtlohn, der Vokal-AG der Bischöflichen Canisiusschule Ahaus und dem Projektchor St. Mariä Himmelfahrt Ahaus auftritt. Mehr als 100 Stimmen werden zu hören sein und laden ein zum Mitsingen. Ebenfalls vor Ort: der missio Fluchttruck, das Sternsingermobil, das Eine-Welt-Mobil NRW, das Brot für die Welt Mobil, das Straßentheater „Lambe Lambe“ und einiges mehr.

Das Programm im Überblick

11:30 Uhr
Begrüßung und Einstimmung

11:45 Uhr 
Weltkirchlicher Erntedankgottesdienst

  • Mit Bischof Felix Genn und Erzbischof em. Thomas Menamparampil SDB aus Nordost-Indien
  • und weiteren Gästen aus dem Nordosten Indiens
  • Großer Projektchor Ahaus/Stadtlohn und Judy Bailey mit Band

anschließend
Fest auf dem Domplatz

Bühnenprogramm:

  • Stephanie Heinrich (WDR), Moderation
  • Judy Bailey und Band
  • Projektchor aus Ahaus/Stadtlohn

Aktionsstände auf dem Domplatz aus der Einen Welt und vom Kath. Landvolk und der Landjugend:

  • Missio-Fluchttruck und -stand
  • Sternsinger-Mobil
  • Eine-Welt-Mobil NRW
  • Brot für die Welt-Mobil
  • Straßentheater
  • Bauernhof-Mobil
  • Vogelfuttergefäße bauen
  • Verpflegungsstände

Ausstellungen im Kreuzgang des Domes:

  • Du bist Mission
  • Religionsfreiheit unter Druck – Christen in Gefahr

16:00 Uhr
Spiritueller Abschluss auf der Bühne

Was ist der Weltmissionssonntag?

Der Weltmissionssonntag ist die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. Gefeiert wird er seit 1926 auf Initiative von Papst Pius XI. als Fest der Katholizität und universalen Solidarität. Mehr als 100 päpstliche Missionswerke sammeln am Sonntag der Weltmission auf allen Kontinenten für die soziale und pastorale Arbeit der Kirche in den 1.100 ärmsten Bistümer der Welt. In Deutschland findet der Weltmissionssonntag am vierten Sonntag im Oktober statt. Der gesamte Oktober wird von missio als Monat der Weltmission gestaltet. Gäste einer Beispielregion sind dann in Deutschland zu Gast und berichten von der Situation in ihren Heimatländern. Der Weltmissionssonntag ist der Höhepunkt und Abschluss des gesamten Monats.

Warum Nordost-Indien?

In diesem Jahr ist die Beispielregion Nordost-Indien. Die Sendung, das Motto, lautet: „Wir sind Gesandte an Christi statt.“ aus dem Brief des Apostels Paulus an die Korinther (2 Kor 5,20).

Der nordöstlichste Zipfel Indiens, „Seven Sisters“ genannt, umfasst sieben Bundesstaaten. Diese Region zeichnet ein ganz anderes Bild Indiens als bekannt. Mehr als 200 indigene Völker leben dort.

In Deutschland ist die Region vor allem wegen des Tees bekannt, der in den Teegärten von Assam angebaut wird. Weniger bekannt ist Nordost-Indien für seine lebendige, missionarische Kirche, die seit ihren Anfängen vom Engagement der Laien lebt.

Der Anteil der christlichen Bevölkerung in den nord-indischen Bundesstaaten bewegt sich zwischen einer überwiegenden Mehrheit von rund 90 und einer kleinen Minderheit von etwa 4 Prozent. Die Christen gehören mehrheitlich den indigenen Völkern an.

In der Region gibt es zum Teil sehr junge Bistümer, die noch keine zwanzig Jahre alt sind. Geprägt ist das kirchliche Leben durch Dezentralität. Zu einer Pfarrei gehört dann ein Gemeindezentrum mit zahlreichen Außenstellen, die zum Teil nur über Tagesmärsche zu Fuß und unbefestigte Straßen zu erreichen sind. Hauptaugenmerk der Arbeit der katholischen Kirche in der Region ist neben der pastoralen Arbeit vor allem die Schul- und Ausbildung. Außerdem bietet sie Hilfestellungen bei Themen wie dem Menschenhandel auf Teeplantagen, dem Abbau von Kohle in illegalen, ungesicherten Minen sowie dem Missbrauch von Alkohol.

Warum werden die Eröffnung des Weltmissionsmonats und das Erntedankfest zusammen gefeiert?

Die Bundeseröffnung des diesjährigen Weltmissionsmonats findet am 6. Oktober in Münster statt. Am ersten Sonntag im Oktober feiern die Gemeinden und ländlichen Verbände traditionell das Erntedankfest.

Sowohl für die Christen im Nord-Osten Indiens als auch für die KLB und die KLJB ist die Landwirtschaft und das Leben auf dem Land von zentraler Bedeutung – und das auch vor dem Hintergrund der Bewahrung der Schöpfung.

Diese Gemeinsamkeit sowie die Tatsache, dass die Basis hier im Bistum Münster wie auch im tausende Kilometer entfernten Nordost-Indien das Evangelium und die Botschaft Jesu Christi ist, sollen durch das gemeinsame Fest betont werden.

Weitere Informationen zum Monat der Weltmission.