Tipps für Zuhause

Miteinander reden hilft!!!

Konflikte sind vorprogrammiert, wenn mehrere Familienmitglieder über eine längere Zeit zu Hause sind, gegebenenfalls von dort aus arbeiten und die Wohnung nicht verlassen können.

„Wir hocken aufeinander“ und „wer weiß, wie lange das noch gehen muss“ – viele Familien erleben eine ungewohnte Zeit: Zuhause, nicht im Urlaub, ständig in den eigenen vier Wänden, Tag und Nacht zusammen sein zu müssen und wenig Aussicht auf Änderung. Für alle ungewohnt, nervig und gewöhnungsbedürftig… auch wenn sich eigentlich alle gut verstehen und ansonsten im „normalen“ Alltag gut miteinander funktionieren und im Urlaub wirklich harmonisieren.

Nähe und Distanz müssen in dieser außergewöhnlichen Zeit neu definiert werden. Hier einige Tipps und Hinweise als Anregung, zum Ausprobieren und für eigene individuelle Ergänzungen nutzbar:

  • Jeder braucht mal Abstand: Rückzugsorte schaffen.
  • Zeit für mich: Zeiten für sich allein und miteinander finden.
  • Mach Du doch mal: Zuständigkeiten genau absprechen (Hausaufgabenbetreuung, Putzen, Essenzubereitung etc.).
  • Urlaub geht anders: Dem Tagesablauf eine (Zeit-)Struktur geben (z.B. Hausaufgaben-Zeiten am Vormittag einhalten, Essenszeiten verabreden).
  • Im Team macht es Spaß: Vorhaben gemeinsam angehen: Garten, Aufräumen, Basteln etc.
  • Kreativwerkstatt: Allein oder mit den Kindern etwas Basteln, einen Brief schreiben, musizieren oder malen.
  • Was Du gerne magst! Einen Essensplan erstellen und jeder darf sich etwas zum Essen wünschen.
  • Wunschzettel: Jeder darf einmal wöchentlich einen realistischen Wunsch aufschreiben. Dieser Wunsch wird in eine kleine Kiste gelegt und wie ein Los von einem anderen aus der Familie gezogen. Derjenige, der den Wunsch gezogen hat, ist „verpflichtet“ ihn zu erfüllen. (Man darf sich auch Unterstützung holen!) Z.B. ein Schaumbad einfüllen, ein Müsli bekommen, einen Geschichte vorgelesen bekommen etc.
  • Kulturelles: Ein Buch allein lesen, einen Film gemeinsam schauen oder ein Konzert hören … Dinge zu denen man sonst nicht kommt.                                                                              

Stressabbau gelingt durch:

  • Lass es laufen: Bewegung (allein, zu Zweit oder als Familie).
  • Das Wohnzimmer wird zur Sportarena: Gemeinsames Training mit Sportapp.
  • Edelsteinmomente: Ein kurzes Zuzwinkern, ein Post-it mit einer Nachricht oder eine Tasse Kaffee zu Zweit.
  • Der runde Tisch: Sich an einen Tisch setzen und miteinander reden, alle haben Stimmrecht!
  • Chatten erlaubt: Jugendliche und junge Erwachsene „leiden“ besonders unter der Coronazeit – gönnen Sie Ihnen den Austausch mit ihren Freunden und Freundinnen (Skype-Partys erlaubt!!!).
  • Stopp: Ein Symbol vereinbaren, dass zeigt, dass man nicht mehr weiter reden kann und eine Auszeit braucht (z.B. ein gemaltes Stoppschild).
  • Timeout: Wenn Reden nicht mehr möglich ist, Annäherung durch "sich in die Schuhe des anderen stellen", sich fragen: warum hat er/sie wohl so reagiert? Und dann … SMS  schicken, Briefchen schreiben, Annäherungsgespräch vereinbaren.     
  • Humor: Den Humor nicht verlieren! Miteinander zu lachen ist sooo wichtig!

Weitere Hinweise – auch zu Gottesdiensten in der Familie – finden Sie HIER.

Bleiben Sie gesund!

Mit Kindern über das Corona-Virus sprechen – aber wie?

Für Eltern ist es nicht immer leicht, den eigenen Kindern die aktuelle Situation und ihre Beschränkungen zu erklären oder auf wilde "Nachrichten" ihrer Kinder zu reagieren.
Tipps dazu erhalten Sie HIER.

Weitere Anregungen und Hinweise zu Themen wie

  • Schule zu! So klappt's mit dem Lernen zu Hause...
  • Mit den Kindern durch den Tag
  • Corona-Quarantäne mit Kindern - so gelingt die Familienzeit
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finden Sie in dem Portal elternbriefe.

Hilfreich ist auch die Broschüre „ElternWissen in Zeiten von Corona": Papa, gell, das Corona-Virus ist rot und hat Zacken.