Die Welt des Bauhauses in Borghorst

Heinrich-Neuy-Bauhaus-Museum inklusive Stiftsbibliothek St. Nikomedes

Das ehrenamtlich geführte Museum möchte die Besucher in die Welt des Bauhauses mitnehmen. Mit dieser Kunstrichtung des frühen 20. Jahrhunderts entstand eine neue Sprache der Gestaltung, die zahllose Klassiker in Architektur, Design und Malerei hervorgebracht hat.

Bilder im Heinrich-Neuy-Bauhaus-Museum

Bilder im Heinrich-Neuy-Bauhaus-Museum.

© Gudrun Niewöhner

Das Gradlinige, fast Geometrische - man muss es mögen, damit einem die Arbeiten von Heinrich Neuy gefallen. Schnörkel und Schnickschnack sind in den hellen Räumen nicht zu finden. 2011 wurde im Steinfurter Stadtteil Borghorst das Bauhaus-Museum eröffnet - rechtzeitig zum 100. Geburtstag des Künstlers, der 2003 gestorben ist. Entstanden ist ein kulturelles Schmuckkästchen, das im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne steht. Denn untergebracht in dem Stiftskurienhaus des ehemaligen Borghorster Damenstiftes ist neben dem Nachlass des Kandinsky-Schülers auch die historische Stiftsbibliothek, die heute im Besitz der Pfarrei St. Nikomedes ist. 

Neuy, 1911 in Kevelaer geboren, studierte nach einer Tischler- und Bildhauerlehre zunächst an der Kunstgewerbeschule in Krefeld Innenarchitektur. 1930 wechselte er an das Bauhaus in Dessau, wo ihn seine Lehrer Josef Albers, Lilly Reich, Ludwig Mies van der Rohe und Wassily Kandinsky maßgeblich prägten. Aufgrund der sich zuspitzenden politischen Situation ließ sich Neuy 1932 beurlauben, kehrte aber nicht ans Bauhaus zurück, sondern übernahm die Tischlerei seines Schwiegervaters in Borghorst.

Gudrun Niewöhner

Adresse

Kirchplatz 5, 48565 Steinfurt

Öffnungszeiten

Geöffnet ist das Museum mittwochs, donnerstags, freitags und sonntags von 11 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung unter Telefon 02552 9958309. 

Preise

Der Eintritt kostet für Erwachsene drei Euro, Kinder bis zehn Jahre zahlen 1,50 Euro.