Ägyptischer Bischof erinnert in Kevelaer an christliche Märtyrer

, Kreisdekanat Kleve, Stadtdekanat Münster

Einen alten Freund hat Kevelaers Wallfahrtsdirektor Gregor Kauling am Wochenende in der Marienstadt begrüßt. Kyrillos Kamal William Samaan, Bischof der koptisch-katholischen Kirche in Ägypten, kam in den Marienwallfahrtsort, um mit seinem alten Weggefährten, Pilgern und Gläubigen am Sonntag eine heilige Messe zu feiern.
Bischof Kyrillos, der fließend Deutsch spricht, bedankte sich bei seinem alten Freund Gregor Kauling für die Einladung: „Es ist für mich eine besondere Freude, die Eucharistie an diesem Ort feiern zu können“, sagte der Geistliche aus der ägyptischen Stadt Assiut. „Ich brauche Kraft und geistige Energie für meine Dienste – hier, bei der Trösterin der Betrübten, finde ich sie“, erklärte Kyrillos in seiner Predigt am Sonntag.

Einen alten Freund hat Kevelaers Wallfahrtsdirektor Gregor Kauling am Wochenende in der Marienstadt begrüßt. Kyrillos Kamal William Samaan, Bischof der koptisch-katholischen Kirche in Ägypten, kam in den Marienwallfahrtsort, um mit seinem alten Weggefährten, Pilgern und Gläubigen am Sonntag eine heilige Messe zu feiern.

Bischof Kyrillos, der fließend Deutsch spricht, bedankte sich bei seinem alten Freund Gregor Kauling für die Einladung: „Es ist für mich eine besondere Freude, die Eucharistie an diesem Ort feiern zu können“, sagte der Geistliche aus der ägyptischen Stadt Assiut. „Ich brauche Kraft und geistige Energie für meine Dienste – hier, bei der Trösterin der Betrübten, finde ich sie“, erklärte Kyrillos in seiner Predigt am Sonntag.

Kraft und Trost fänden auch die ägyptischen Christen, die seit vielen Jahrhunderten von Nöten geplagt sind, bei der Mutter Jesu. „Die katholische Kirche in Ägypten ist uralt, ihre Gründung geht auf den heiligen Markus zurück“, erklärte er den Pilgern und Gottesdienstbesuchern. Verfolgt worden seien die Katholiken in Ägypten schon früh, besonders seit der Islamisierung des Landes ab dem siebten Jahrhundert nach Christus.

Viele Christen seien in dieser Zeit zu Märtyrern geworden, erinnerte der Bischof aus Assiut, denn die Muslime hätten ihnen nur drei Optionen gelassen: das Konvertieren zum Islam, die Entrichtung einer Kopfsteuer – oder den Tod. „Viele sind ums Leben gekommen, um ihren Glauben zu bewahren“, betonte Kyrillos.

Auch wenn sich seitdem vieles verbessert habe, so gebe es noch heute viele Nöte, sagte der Bischof und erinnerte an die Bombenanschläge auf christliche Gotteshäuser in seiner Heimat. Dennoch wollen sich die rund 150.000 Katholiken im Land nicht verstecken: „Durch unser soziales Engagement, zum Beispiel unsere 70 katholischen Schulen im Land, sind wir in der Gesellschaft sehr präsent.“ Ziel sei es, den Glauben trotz aller Widrigkeiten zu bewahren und weiter zu vermehren.

Mit den anderen Gottesteilnehmern betete der ägyptische Geistliche für ein Ende der Gewaltspirale im Nahen Osten und anderswo, für Notleidende in Kriegsgebieten und Unterdrückte auf aller Welt. „Maria gibt uns Trost. Niemand, der sich an sie wendet, kehrt mit leeren Händen zurück“, sagte der Bischof. Er bedankte sich für die Kraft spendenden Gebete der Gläubigen in Kevelaer.

Zwei Tage verweilte Kyrillos in Kevelaer, feierte am Samstag bereits eine Vorabendmesse in der Marienbasilika und schritt nach der Messe am Sonntag mit Kauling und den Gläubigen zum Gnadenbild der „Consolatrix Afflictorum“, der Trösterin der Betrübten. Am Montag reist er weiter nach Münster, am Dienstag geht es zurück nach Ägypten – mit frischer Kraft der Mutter Gottes.

Jens Helmus

Bildunterschrift: Mit Gregor Kauling (links) und vielen Gläubigen betete Bischof Kyrillos zur „Trösterin der Betrübten“.

Fotos: Bischöfliche Pressestelle / Jens Helmus