Bischof Genn weiht in Chrisam-Messe im St. Paulus-Dom die Heiligen Öle
"Seid Euch bewusst, was Euch darin geschenkt ist, Getaufte zu sein!" Mit diesen Worten hat sich der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn am 25. März 2013 in der Chrisam-Messe im St. Paulus-Dom in Münster an die Gläubigen gewandt.
Zu Beginn der Karwoche weihte der Bischof in der Messe die heiligen Öle. Und er betonte in seiner Predigt: "Alles Reformieren der Kirche, alle Veränderungen der Kirche können nur dort beginnen und haben dort ihr Fundament: Uns von Christus lieben zu lassen, dem Auferstandenen, uns in seiner Hut zu wissen, sein Leben zur inneren Richtschnur zu machen, unser Leben ihm zu geben."
Der Bischof erinnerte in der Messe, die er gemeinsam mit zwölf Dechanten aus verschiedenen Regionen des Bistums feierte, daran, dass die heiligen Öle für die Spendung der Sakramente, bei Taufe, Firmung, Priesterweihe und Krankensalbung verwandt würden. Hierdurch werde deutlich, dass das kirchliche Leben seine Kraft aus den Sakramenten schöpfe, die den Menschen in verschiedenen Stationen des Lebens nahe bringe, was Christus ihnen durch sein Leiden, Sterben und Auferstehen geschenkt habe. "Dieses Geschenk können wir nur empfangen, uns nicht selber machen und geben", sagte Bischof Genn. Dabei blieben die Sakramente immer auch "kostbare Geheimnisse", die in ihrem Vollzug das Unverstehbare und Unverständliche bewahren müssten. Besonders in den Sakramenten, so sagte der Bischof, vollziehe sich die Erlösung. Und in Anspielung auf Aussagen von Papst Franziskus bei seiner Amtseinführung fragte er, ob es nicht die Aufgabe von Priestern, Diakonen und Bischöfen sei, "Hüter dieser kostbaren Erlösungsgabe zu sein." In dem Maße, so sagte Bischof Genn, "wie wir Christus in unserem Leben hüten, behüten wir auch die Menschen und bewahren die Schöpfung."
In den Sakramenten, so unterstrich der Bischof weiter, werde das Ostergeheimnis gegenwärtig. Dieses Geheimnis wolle durch den Empfang der Sakramente in den Menschen und durch sie wirksam werden. "Wer die Sakramente empfängt, empfängt sie nicht bloß für sich", betonte Bischof Genn. Vielmehr werde derjenige, der die Sakramente empfange, selbst zum Sakrament für andere, also zum wirksamen Zeichen, dass Gott sich mit dem Menschen verbinden will. Bischof Genn: "Hüter der Sakramente zu sein, Hüter der kostbaren Gaben Gottes zu sein, hat eben zur Folge, all das zu beachten, was die Ordnung Gottes ausmacht und seinem Plan entspricht."
Im Anschluss an den Gottesdienst nahmen Priester aus allen Teilen des Bistums Chrisam, Katechumenen- und Krankenöl mit in ihre Pfarreien. An dem Gottesdienst, der musikalisch von der Capella Ludgeriana besonders gestaltet wurde, nahmen neben den Priestern auch viele Jugendliche teil, die in den kommenden Monaten gefirmt werden.
Text/Foto: Bischöfliche Pressestelle
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