Brigitte Gerwing arbeitet seit 40 Jahren beim Bistum

, Bistum Münster, Kreisdekanat Coesfeld

Seit mehr als vier Jahrzehnten arbeitet Brigitte Gerwing für das Bistum Münster. Begonnen hat ihre berufliche Laufbahn bereits mit 15 Jahren als Auszubildende zur Bürogehilfin. Die gebürtige Havixbeckerin, die seit 1990 in Coesfeld lebt, hat in dieser Zeit viele Aufgabenbereiche kennengelernt und sich immer wieder auf neue Herausforderungen eingelassen.

Brigitte Gerwing arbeitet seit mehr als 40 Jahren beim Bistum Münster.

16 Jahre war sie in der Schulverwaltung tätig. Auch während ihrer neunjährigen Familienphase blieb sie dem Bistum verbunden. Zunächst unterstützte sie die Liebfrauenschule in Nottuln, später das Franz-Hitze-Haus in Münster stundenweise.

2005 wechselte Gerwing zur Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) in Münster. Dort begann sie als Sekretärin in der Beratungsstelle, bevor sie Aufgaben in der Geschäftsstelle übernahm und schließlich als Assistentin der Geschäftsleitung tätig war. An diese Zeit denkt sie besonders gern zurück. „Dort habe ich unglaublich viel über Menschen gelernt“, sagt sie. Fortbildungen und Supervisionen seien fester Bestandteil der Arbeit gewesen. „Oft waren wir die erste Anlaufstelle für Menschen, die sich an die EFL gewandt haben. Das hat meinen Blick auf viele Situationen erweitert. Ich habe dort viel fürs Leben gelernt.“ In besonderer Erinnerung geblieben ist ihr die enge Zusammenarbeit mit den Kolleginnen. „Wir haben nicht nur professionell zusammengearbeitet, sondern auch viele kreative Projekte umgesetzt. Das hat großen Spaß gemacht.“

Trotz ihrer erfüllenden Tätigkeit entschied sich Gerwing 2023 noch einmal für einen beruflichen Neuanfang. Mit 58 Jahren wechselte sie in die Finanzbuchhaltung. „Ich wollte noch einmal etwas Neues lernen und mich fachlich weiterentwickeln“, berichtet sie. Sie begleitete die Einführung des neuen Finanzsystems. Besonders gern erinnert sie sich an ihre Arbeit an der Hotline für die Anwenderinnen und Anwender sowie an ihre Aufgaben in der Finanzbuchhaltung.

Eine längere Erkrankung bremste ihren beruflichen Weg zuletzt aus. Ihren Optimismus hat sie dennoch nicht verloren. „Ich bin immer gern zur Arbeit gegangen und hoffe, dass ich das bald wieder kann. Die Freude an meiner Arbeit ist geblieben“, betont die 61-Jährige.

Mit einem Schmunzeln blickt Gerwing auf die vergangenen Jahrzehnte zurück. „Ich könnte ein Buch über die vergangenen 40 Jahre schreiben“, sagt sie und lacht. Die Veränderungen in der Arbeitswelt hat sie dabei hautnah miterlebt. „Ich habe meine Ausbildung noch an der Schreibmaschine begonnen. Heute ist der Computer aus dem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken.“

Zu den Höhepunkten ihres Berufslebens zählen für sie unter anderem die Bistumsschulwoche 1995 und das 50-jährige Jubiläum der Ehe-, Familien- und Lebensberatung im Jahr 2015. „Bei solchen Veranstaltungen gab es viel zu organisieren. Genau das hat mir immer besondere Freude gemacht.“ Ebenso hat sie die Weiterverarbeitung der Statistiken aus den EFL-Stellen gemeinsam mit einer Kollegin ab 2016 mit viel Engagement gern übernommen.

Was sie an all ihren Stationen im Bistum am meisten geschätzt hat, sind die Menschen. „Hier entstehen Freundschaften. Man erlebt Gemeinschaft und Zusammenhalt. Das macht das Bistum für mich zu einem besonderen Arbeitgeber.“

Michaela Kiepe