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"Dankeschön-Tag" für Ehrenamtler

, Kreisdekanat Kleve, Kreisdekanat Wesel

Eigentlich sind sie gar nicht gerne gesehen: Namen, die tief in das Holz der Kirchenbänke geritzt wurden. Beim „Dankeschön-Tag“ für Ehrenamtliche in der katholischen Jugendarbeit am Niederrhein war aber genau das gewünscht. Im Schatten des Xantener Doms stand eine Kirchenbank, auf der sich die Ehrenamtler mit Hammer und Meißel verewigen durften.

Das war nur eine der zahlreichen Aktionen, die das Regionalbüro West, im Bistum Münster zuständig für die kirchliche Jugendarbeit am Niederrhein, organisiert hatte. Simone Althoff, Leiterin des Regionalbüros, hatte zur Begrüßung der Gäste betont: „Dieser Tag ist für Euch. Heute sollt Ihr einfach nur genießen und nicht arbeiten.“ Man wolle, sagte sie weiter, „in großem Rahmen ,Danke‘ sagen“. Auch wenn die Resonanz zu Beginn noch verhalten war, kamen im Laufe des Samstagnachmittags immer mehr Gruppen vom ganzen Niederrhein an. Ein blaues Festivalbändchen, das es am Infostand gab, sicherte die kostenlose Verpflegung.

Besonders Mutige kletterten die steilen Sprossen einer riesigen Hüpfburg empor, um sich dann von oben in ein Luftkissen fallen zu lassen. Beim Bullenreiten konnten die Ehrenamtler ihr Geschick beweisen, wer es gemütlicher wollte, rätselte sich durch einen mobilen „Escape-Room“ oder schöpfte neben dem Stiftsmuseum Papier. Anschließend wurde bei der sogenannten „Silent-Party“ getanzt. Das Konzept: Alle Teilnehmer setzen sich Kopfhörer auf, über die sie die Partymusik hören, ohne andere Menschen mit lauter Musik zu stören. Insbesondere die Sängerinnen und Sänger des Jugendchors Colourful Voice aus Bedburg-Hau, die auf der Bühne schon ihr Talent bewiesen hatten, holten engagiert andere Gruppen auf die Tanzfläche. 

Christian Plaep, der mit vier weiteren Messdienerleitern aus Goch nach Xanten gekommen war, zeigte sich begeistert von dem Angebot: „Ich hatte mich schon die ganze Woche auf den Tag gefreut“, erzählte er lachend. Es sei schön, dass mit so einem Tag das Engagement gewürdigt werde. So sahen es auch Christian, Franka, Sophie und Melissa aus Straelen. „Wir freuen uns sehr über dieses Dankeschön“, sagten sie, bevor die nächste Runde beim Bullenreiten eingeläutet wurde.

Die Möglichkeit, sich mit den engagierten Helfern vom Niederrhein zu unterhalten, nutzte auch Weihbischof Rolf Lohmann. Er sagte den Anwesenden: „Die Jugendarbeit ist wichtig und zentral, Ihr seid die Kirche und sollt sagen, was Ihr denkt. Das, was Ihr macht, wird gesehen und ist hoch geschätzt.“

Christian Breuer