Das Abendforum findet genau ein Jahr nach Beginn der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump statt. Trump setzt seither das von der nationalistisch-konservativen Heritage-Foundation konzipierte „Project 2025“ um, indem er das politische System so umgestaltet, dass der Präsident nahezu uneingeschränkt mit Dekreten regieren kann. Das Kontrollsystem der „Checks and Balances”, auf dem die Verfassung der USA basiert, wird so ausgehebelt.
Besonders augenfällig wird der Umbau der Demokratie im Einsatz der Nationalgarde in von Demokraten regierten Bundesstaaten und Städten sowie in der massenhaften Internierung und Deportation von Migrantinnen und Migranten ohne rechtsstaatliche Verfahren. Trumps Vorgehen in Venezuela verlieh dem Thema kürzlich weitere Brisanz. Gesellschaftlicher Widerstand gegen diese Vorgänge ist kaum erkennbar.
Gleichzeitig sehen konservative Evangelikale und Katholiken in Trump eine Kraft, mit deren Hilfe sie die Gesellschaft in ihrem Sinne umgestalten und Liberalisierungen rückgängig machen können. Weithin bekannt ist der zum Katholizismus konvertierte Vizepräsident J.D. Vance, aber auch an anderen wichtigen Positionen wirken Katholiken mit am Aufbau des autoritären Staates. Ihre Ziele und Strategien sollen beim Abendforum erläutert werden.
Die Teilnahme kostet 15 Euro, ermäßigt acht Euro. Mit Kultursemesterticket ist sie kostenfrei. Anmeldungen sollten erfolgen.
Anke Lucht

