Fachtagung zu Glaubenskommunikation erstmals als Webinar

, Bistum Münster

„Die Inhalte, die wir kommunizieren möchten, haben wir, denn: Trendsetter sein ist Teil katholischer Identität und kein Zeitgeist. Nun muss es darum gehen, wie wir die Menschen damit erreichen können.“ – das war bei der Fachtagung Glaubenskommunikation, einer Fortbildung des Bistums Münster für pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesetzt. Dass es dafür besonders digitale Formate, kreative Ideen und mutiges Handeln braucht, darin waren sich die rund 20 Teilnehmenden schnell einig. Wie digital Zusammenarbeit und Kommunikation ist, wurde vor allem auch in Form der Tagung deutlich: Angesichts des Coronavirus war das ursprünglich geplante persönliche Treffen nicht möglich, und so hatte das Organisationsteam mit Jan-Christoph Horn (als Pastoralreferent tätig im Referat Pastoralberatung der Hauptabteilung Seelsorge im Bischöflichen Generalvikariat Münster), Johannes Lohre (Pastoralreferent in St. Marien & Johannes Sassenberg) und Jule Geppert (Abteilung Medien- und Öffentlichkeitsarbeit im Bistum Münster) die zweitägige Tagung erstmals umgestrickt – auf ein digitales Format. „Das Thema der digitalen Glaubenskommunikation könnte besser nicht passen zum Format“, betonen sie.

Ein Schreibtisch , auf dem eine Tastatur, eine Tasse und ein Apfel liegen. Im Vordergrund ein Mikrofon, im Hintergrund zwei Bildschirme, auf denen ein Mann als Teilnehmer einer digitalen Konferenz bzw. ein Aufgabenkalender zu sehen sind.

Aus den unterschiedlichen Regionen des Bistums Münster haben sich die Teilnehmer in die Fachtagung Glaubenskommunikation mit dem Titel „Die verkündende Organisation“ eingewählt. Die Tagung fand erstmals coronabedingt als Webinar statt. Fazit: Coole Sache!

© Bischöfliche Pressestelle/Hanno Rother

Videokonferenzen, ein Input von Marketingprofi Michael David von der Agentur „Gute Botschafter“ in Haltern am See, digitale Workshops zu unterschiedlichen Projekten wie dem Podcast „Taufbolde“, dem Instagramprofil „faithpwr, der Jugendkirche im Bistum Münster „effata!“ und einem Referat zu den Grundlagen digitaler Verkündigung, sowie interaktives Arbeiten auf einem digitalen Whiteboard – nahezu das komplette Repertoire einer klassischen Tagung war auch digital möglich. Die Teilnehmer zeigten sich begeistert: „Sehr cool!“, „Guter Austausch!“, „Gute Struktur!“ lauteten einige der Rückmeldungen. Und trotzdem, betont Johannes Lohre, ersetze ein digitales Treffen ein analoges nicht eins zu eins. Der informelle Teil, das zusammensitzen in den Pausen, das habe schon gefehlt, merkte auch ein Teilnehmer an.

„Neben dem Austausch von Ideen, von denen es im Bistum Münster viele gibt, wurde deutlich, wie wichtig Rahmenbedingungen sind, um kreativ in der Glaubenskommunikation werden zu können“, stellte Jan-Christoph Horn fest. Dazu gehörten Führungsimpulse ebenso wie entsprechende technische Ausstattung und zeitliche Freiräume.

Auch künftig sollte man auf das, was man in der durch das Coronavirus eingeschränkten Zeit an digitalen Alternativen zur Zusammenarbeit und Vernetzung erarbeitet habe, im Hinterkopf haben, sagte Jule Geppert. „Analoge und digitale Formate ergänzen sich in der kommenden Zeit“, ist sie sich sicher.

Bei der Fachtagung Glaubenskommunikation handelt es sich um eine Veranstaltung der Fortbildung für die Priester, Diakone und Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten der Hauptabteilung Seelsorge-Personal im Bischöflichen Generalvikariat. Sie ist seit Jahren Teil des Fortbildungskonzeptes und im Kontext der Konzeptentwicklung gemeinsam mit den jeweils verantwortlichen Referentinnen und Referenten (weiter)entwickelt worden.