Friedenskruste - Bäckereien im Bistum Münster verkaufen Katholikentagsbrot

, Bistum Münster

Viele Bäckereien im Bistum Münster nehmen zum kommenden Katholikentag im Mai ein neues Brot ins Sortiment, das heute vorgestellt wurde: die Friedenskruste. Der Name ist angelehnt an das Motto des Katholikentags „Suche Frieden“. 30 Cent pro verkauftem Brot gehen an das „Hilfswerk Schwester Petra“ aus Oelde, das in Indien Hilfsprojekte fördert. Mit dem Erlös soll Essen für arme Menschen in Indien bezahlt werden.

Maria Rößmann ist begeistert: „Da wird sich unser Bischof aber freuen, Körnerbrot mag er doch so gerne!“ Die Haushälterin von Bischof Dr. Felix Genn hält eine der ersten Friedenskrusten in ihren Händen: ein Dinkel-Mehrkornbrot, das eigens für den Katholikentag kreiert wurde und ab morgen bis zum Ende des Katholikentags im Sortiment vieler Bäckereien im Bistum Münster erhältlich sein wird. „Damit kann man genießen und Gutes tun“, sagten bei der Vorstellung am 21. Februar Georg Krimphove, selbstständiger Handwerksbäcker in Münster, und Michael König von der Firma Hama Backservice, die Initiatoren der Aktion. Denn: 30 Cent pro verkauftem Brot werden an den Verein „Hilfswerk Schwester Petra“ in Oelde gespendet, der unter anderem aidskranken Kindern und Jugendlichen in Indien hilft.

Der 101. Deutsche Katholikentag wird von Mittwoch bis Sonntag, 9. bis 13. Mai, in Münster stattfinden. Er steht unter dem Leitwort „Suche Frieden“.

Domkapitular Klaus Winterkamp, der Bistumsbeauftragte für den Katholikentag, erklärte: „Die Friedenskruste hat ein Vorbild - die Bistumskruste, die anlässlich des Bistumsjubiläums 2005 gebacken wurde“. Damals wurde ein Projekt im Rahmen der Bistumspartnerschaft mit Ghana unterstützt. „Die Verbindung zum Bistum ist auch beim ,Hilfswerk Schwester Petra‘  gegeben, immerhin stammt die Ordensgründerin aus Oelde“, erklärte Winterkamp.

Anne Hakenes, Vorsitzende des Katholikentags-Trägervereins, hob hervor, dass durch den Brotverkauf Hilfsprojekte in Indien unterstützt werden: „Brot ist ein Grundnahrungsmittel, das uns satt macht. Aber wie heißt es in der Bibel: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Deshalb ist es gut, auf diese Weise Kindern- und Jugendlichen zu helfen und ihnen ein besseres Leben zu ermöglichen“, meinte  Hakenes.

In einem Schreiben an die Bäcker freut sich auch Thomas Sternberg, der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und gelernter Bäcker, über das Bäcker-Engagement: „Das Brotbrechen ist ein altes Friedenszeichen. Mit der Friedenskruste werden Menschen hier und in Indien satt. Frieden braucht kleine Schritte, damit er Wirklichkeit werden kann. Die Friedenskruste ist so ein kleiner Schritt.“ Das Brot ist an einer türkisfarbenen Banderole zu erkennen.

Julia Erhard