Katholikentag: Große Resonanz auf Bistumsstand

, Bistum Münster

Wenn schweißtreibender Sport so viel Spaß macht und Gutes bewegt, dass Menschen dafür Schlange stehen – dann ist der Katholikentagsstand des Bistums Münster eröffnet. Beim 104. Deutschen Katholikentag, der von Mittwoch bis Sonntag, 13. bis 17. Mai, in Würzburg stattfindet, startete an Christi Himmelfahrt die Kirchenmeile. Auf dieser ist das Bistum mit einem Stand im Zelt der norddeutschen Bistümer vertreten. 

Weihbischof Dr. Christoph Hegge nutzte den Besuch am Stand des Bistum Münster zum Gespräch mit Katholikentagsgästen.

© Bistum Münster

Sehr beeindruckt haben seine Erlebnisse auf dem Katholikentag Weihbischof Rolf Lohmann.

© Bistum Münster

An diesem Stand, den sieben Helferinnen und Helfer in Schichten betreuen, können die Besucherinnen und Besucher wie schon beim vorherigen Katholikentag in Erfurt auf zwei Laufbändern Strecke machen. Pro Kilometer spendet das Bistum zehn Euro für das Projekt „Kryla (Flügel) – Zentren für soziale und psychologische Unterstützung“ im Exarchat Donezk der Ukrainischen Griechisch‑Katholischen Kirche (UGKK), die Treffen für alleinlebende Frauen der kfd St. Ludwig Ibbenbüren sowie das Angebot [U25] der Caritas Münster zur Suizidprävention. 

Die Besucher entscheiden selbst, welchem der Projekte ihr Lauf zugutekommt. Außerdem gehören eine Fotobox und viele nette Gespräche zum Angebot am Bistumsstand, an dem außerdem auch sieben Mitglieder des Diözesankomitees wechselweise für die Katholikentagsgäste da sind. 

„Wir hatten schon 20 Minuten vor der offiziellen Eröffnung mit Johann und Marie zwei Geschwisterkinder am Start, die die Laufbänder noch aus Erfurt kannten und uns gezielt gesucht haben. Seitdem ist der Andrang nicht mehr abgerissen“, freute sich Marleen Michel schon am Mittag. Als Eventmanagerin des Bistums Münster verantwortet sie die Gestaltung und Organisation des Standes. 

Einer ihrer fleißigen Helfer, Diözesanrichter Benedict Gläser aus Münster, hatte ebenfalls wegen der starken Nachfrage besondere Freude an seinem Dienst: „Der Puls ist heute Morgen direkt hoch, von Anfang an waren die Laufbänder voll mit Jung und Alt, es gibt keinen Stillstand.“ Er sei froh, dabei unterstützen zu können. 

Die Weihbischöfe Dr. Christoph Hegge und Rolf Lohmann, die mittags am Stand vorbeischauten, kamen zwar ob des Andrangs selbst nicht auf die Laufbänder. Sie waren aber unabhängig davon begeistert vom Katholikentag im Allgemeinen und dem Bistumsstand im Speziellen. Der Katholikentag habe am Mittwoch mit tollen musikalischen Einlagen und großen Ansprachen „über den Beitrag der Christen zur Einheit, zum Frieden und zur Demokratie“ wunderbar begonnen, sagte Hegge, der im Bistum Münster Regionalbischof für Borken und Steinfurt ist. Es sei großartig, dass der Katholikentag mit seinem Leitwort „Hab Mut, steht auf!“ daran erinnere, wozu Christus die Menschen auffordere: „Dass wir ökumenisch auf Solidarität setzen, vor allem mit den Schwächeren, und in Freude die Botschaft des Evangeliums ausstrahlen und weitersagen.“

Abgesehen vom Wetter erlebte auch Lohmann, Regionalbischof für den Niederrhein und Recklinghausen, den Katholikentag als „buntes und fröhliches Fest.“ Es gebe „viele starke Überlegungen zum Glauben und den starken Wunsch, aufzustehen und sich für Sache des Evangeliums einzusetzen.“ Das sei beim Christi Himmelfahrts-Gottesdienst ebenso erfahrbar gewesen wie auf der Kirchenmeile und am Bistumsstand. Dort habe er „viele schöne Gespräche erlebt und viele Menschen getroffen, die mit Fröhlichkeit zusammen ihren Glauben leben.“ Das habe ihn sehr beeindruckt. 

Anke Lucht