
Rechte Akteurinnen und Akteure haben die Themen Klimawandel und Umweltschutz für sich entdeckt. Das Motiv der Klimawandelleugnung hält sich hartnäckig, auch in christlichen Kontexten. Angesichts von Waldbränden, Dürren und Hochwasserereignissen treten neue Deutungsmuster in den Vordergrund. Ein rassistisch aufgeladenes Verständnis von „Survival of the fittest“ wird zum kämpferischen Motiv innerhalb der extremen Rechten. Dadurch werden notwendige Maßnahmen für eine sozial-ökologische Transformation verzögert und verhindert. Diese Entwicklungen stellen demokratische Gesellschaften und zivilgesellschaftliches Engagement vor neue Herausforderungen.
In der Veranstaltung „Klimawandel von rechts – demokratische Zukunftsperspektiven. Eine Standortvergewisserung“ zeigt der Sozialethiker Dr. Philipp Ackermann auf, mit welchen Strategien extrem rechte Akteure auf den Klimawandel reagieren und insbesondere in Kreisen junger Menschen Einfluss nehmen.
Im anschließenden Gespräch diskutiert Ackermann gemeinsam mit der Geowissenschaftlerin Dr. Swenja Rosenwinkel, Projektleiterin im Fachgebiet Klimaschutz & Transformative Bildung beim Unabhängigen Institut für Umweltfragen e. V. (UfU) in Berlin, sowie mit den Teilnehmenden mögliche Antworten aus Zivilgesellschaft, Kirche und Bildungsarbeit. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Handlungsmöglichkeiten: Wie lassen sich demokratische, solidarische und menschenrechtsbasierte Perspektiven stärken? Wie können gegenseitiger Austausch und Vernetzung gestärkt und konstruktive Lösungsansätze gefunden werden?
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Vamos e. V. Münster statt. Die Teilnahme ist kostenlos; um Anmeldung unter 02581-2846 oder über die Homepage wird gebeten.
Haus der Familie Warendorf
