Initiative SocioMovens erhält Friedenspreis / Vorstandsvorsitzende zu Gast im Podcast

, Stadtdekanat Münster

Auf den ersten Blick haben eine Suppenküche, ein Besuch bei Menschen mit Behinderung und Frieden in Europa wenig miteinander zu tun. Für die kirchliche Initiative socioMovens gehören sie jedoch eng zusammen. Seit mehr als zehn Jahren bringt socioMovens junge Menschen aus Mittel- und Osteuropa bei Projektwochen mit Menschen zusammen, die am Rand der Gesellschaft stehen. Sie besuchen Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, Geflüchtete, Wohnungslose oder Senioren. Für diese Arbeit wird socioMovens am Donnerstag, 1. Oktober, mit dem Internationalen Preis des Westfälischen Friedens in der Kategorie Jugend ausgezeichnet.
 

In der neuen Folge von „kannste glauben“, dem Podcast des Bistums Münster, erzählt Claudia Schwarz, Vorstandsvorsitzende der Stiftung socioMovens, wie die Projektwochen der Initiative aussehen und warum die Begegnungen die Jugendlichen oft nachhaltig prägen. „Es ist eine sehr existenzielle und sehr prägende Erfahrung“, sagt Claudia Schwarz im Gespräch mit Moderatorin Ann-Christin Ladermann. Die Jugendlichen kämen nicht nur mit einer anderen Lebensrealität in Berührung, sondern veränderten dabei auch sich selbst. Manche entschieden sich anschließend, sich weiter zu engagieren, eigene soziale Projekte zu entwickeln oder selbst Projektwochen zu leiten. Einige hätten sich später aufgrund dieser Erfahrung für ein Studium der Sozialen Arbeit entschieden.

Bei socioMovens geht es auch um die Frage, was persönliche Begegnungen mit Frieden zu tun haben. Denn wer Menschen aus anderen Ländern und mit anderen Lebensrealitäten persönlich kennenlernt, öffnet seinen Blick, sagt Claudia Schwarz. Jugendliche könnten erleben, dass sie Barrieren zwischen gesellschaftlichen Gruppen abbauen und Brücken bauen können.

Die Vorstandsvorsitzende schöpft große Hoffnung aus ihrer Arbeit, erzählt sie in der rund 30-minütigen Folge. Denn immer wieder werde jungen Menschen vorgeworfen, sie interessierten sich nicht für andere Menschen oder für die Gesellschaft. Ihre Erfahrung sei eine andere. Die Jugendlichen seien engagiert und wollten die Welt verändern. „Ich glaube an die Zukunft Europas“, sagt Claudia Schwarz. 

Die neue Folge von „kannste glauben“ ist ab sofort auf www.kannste-glauben.de und auf allen gängigen Podcast-Plattformen abrufbar.

Ann-Christin Ladermann