Intensive Tage religiöser Orientierung

, Kreisdekanat Warendorf

Mit dem Rucksack durchs Wiehengebirge oder mit Ordensmännern im Gespräch: Für die drei Klassen der Jahrgangsstufe 10 der Bischöflichen Realschule in Warendorf waren die Tage religiöser Orientierung vollgepackt mit neuen Erfahrungen.

Eine intensive Zeit verbrachten die Schüler der Bischöflichen Realschule in Warendorf beim Wandern bei den Tagen religiöser Orientierung.

© Bischöfliche Realschule Warendorf

Die Klasse 10a verbrachte die drei Tage in Begleitung von Klassenlehrer Stefan Jaunich und Dr. Gudrun Großkopff im Kloster Gerleve. „Herauszukommen aus dem Alltag – das war eine gute Zeit für uns“, zieht Schüler Jakob Birkemeier ein Fazit. Die Klasse habe sich mit Fragen rund um die eigene Zukunft sowie zur Freundschaft beschäftigt – mit direkten, sehr positiven Auswirkungen auf die Klassengemeinschaft, berichtet Mitschüler Hannes Niemeyer. Auch die Gespräche mit den Gerlever Mönchen und die Teilnahme an einem lateinischen Gebet seien spannende Erfahrungen gewesen. 

Mit großen Rucksäcken und Wanderschuhen starteten die Klassen 10b und 10c auf dem Wittekindsweg zu einer Tour von Unterkunft zu Unterkunft. Die Tagesetappen von rund 18 Kilometern durch den Wald des Wiehengebirges waren unterbrochen von Stationen und Impulsen, die Schulseelsorger Jens Hagemann sowie Johannes Höing aus der Warendorfer Pfarrei St. Laurentius gestalteten. Besonders beeindruckt zeigten sich die Schülerinnen und Schüler an einem Denkmal am Schwarzen Brink. Die Geschichte des Kriegsgefreiten Alois Potthoff, der an dieser Stelle 1944 bei einem Luftangriff ums Leben kam, sollte die Jugendlichen anregen, über ihre persönliche Friedensbotschaft nachzudenken. „Als wir anschließend eine Weile allein laufen sollten, war ich sehr bewegt“, erinnert sich Lea-Jane Toffel aus der Klasse 10b, „die Ruhe zum Nachdenken hat gut getan.“ 

Auch der Poetryslam mit dem Appell, sein Leben bewusst zu leben, kam bei den Schülern angesichts der versteinerten Saurierspuren in Barkhausen gut an. „Es ist beeindruckend, etwas zu sehen, das es seit mehreren Millionen Jahren gibt. Da wird einem das eigene Leben bewusster“, schildert Cleo Laagland, Schüler der 10c. Das Wandern gab den Klassen auch die Gelegenheit, untereinander ins Gespräch zu kommen, mit Mitschülern zu sprechen, mit denen man sonst weniger Kontakt hat. „Die Schüler haben hier eine sehr intensive Zeit erlebt, auf körperlicher wie mentaler Ebene“, zeigte sich Klassenlehrer Jan Schürmeyer, der zusammen mit Schulleiterin Claudia Tennstedt die 10c begleitete, sehr zufrieden.

Ähnliche Erfahrungen machten die begleitenden Lehrer Katrin Jargstorf und Hendrik Kempe: „Die Schüler haben viel Durchhaltevermögen bewiesen, das ist eine wertvolle Erfahrung, von der sie hoffentlich auch in ihrem weiteren Lebensweg profitieren können.“