Regionaltag an der Wasserburg Rindern mit Gottesdienst und Pflanzaktion

Regionalmarkt auf dem Gelände der Wasserburg Rindern. Zum siebten Mal. Aber dieses Mal war einiges anders. Anders, weil der Markt mit einem Bruder-Klaus-Gottesdienst der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) startete. Anders, weil

Wahlsonntag war - und anders, weil im wahrsten Sinne des Wortes mit fünf Obstbäumchen Hoffnung gepflanzt wurde: dreimal Apfel, einmal Birne und einmal Quitten. KLB-Präses Pfarrer Bernd Hante war eigens zur Messe mit anschließender Baumpflanzung und Eröffnung des Regionalmarkts von Warendorf nach Rindern gekommen.

Er stellte im Gottesdienst den Gläubigen die Frage, was Europa für sie bedeute: Freiheit, Frieden, Toleranz, gegenseitige Hilfe, Glaubensvielfalt… Die Antworten waren vielfältig. Und im Ergebnis klar: "Es gibt Parteien, die einfach nicht wählbar sind", betonte der Präses. Für ihn lasse ein Blick ins heutige Europa nur den Schluss zu, dass "die Kirche in einem Netzwerk stark sein kann". Und auch sein müsse. Sie müsse sich einmischen, wenn es darum gehe, den Regierungen ins Gewissen zu reden.

Er erinnerte an die Worte von Papst Franziskus, der anlässlich der Verleihung des internationalen Karlspreises im Mai 2016 gefragt hatte: "Was ist mit dir los, Europa, du Verfechterin der Menschenrechte, der Demokratie und der Freiheit? Was ist mit dir los, Europa, du Heimat der Dichter…" Eine Frage, die an Aktualität zugenommen habe. Und auf die das Team der Wasserburg Rindern mit dem Regionalmarkt und der Baumpflanzaktion, die der scheidende Kuratoriumsvorsitzende und frühere Weihbischof für den Niederrhein, Wilfried Theising, ursprünglich angeregt hatte, Antworten gab. Von ihm stammte auch einer der Obstbäume.

Bildunterschrift: KLB-Präses Pfarrer Bernd Hante (rechts) nahm nach dem Gottesdienst zusammen mit dem Leiter der Wasserburg Rindern, Dr. Kurt Kreiten, und dem Vorsitzenden des Rinderner Heimatvereins, Josef Gietemann, den Spaten in die Hand.

Text: Bischöfliche Pressestelle / 24.09.2017
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Foto: Bischöfliche Pressestelle / Anke Gellert-Helpenstein