Sternsingersegen zum Mitnehmen

, Stadtdekanat Münster

Christus segne dieses Haus: Mit dieser Botschaft im Gepäck ziehen die Sternsinger in den kommenden Tagen von Haus zu Haus. Auch auf dem Gebiet der Pfarrei St. Lamberti in Münster sind die Mädchen und Jungen als Heilige Drei Könige unterwegs – und weiten die Aktion erstmals mit dem „Sternsingersegen to go“, also zum Mitnehmen, aus. Am Montag, 6. Januar, von 11 bis 18 Uhr werden die Sternsinger auf dem Kirchplatz vor der St.-Lamberti-Kirche stehen.

Auf dem Kirchplatz vor der St.-Lamberti-Kirche in Münter sammeln die Sternsinger am 6. Januar für Kinder in Not und spenden den Segen für das neue Jahr.

© Benne Ochs / Kindermissionswerk

„Wir kennen viele Menschen, die nicht zuhause sind während die Sternsinger durch die Stadt ziehen. Manche müssen arbeiten, andere sind auch im Urlaub“, erklärt Stephan Orth, Pastoraler Mitarbeiter in St. Lamberti, und betont: „Viele vermissen dann den Sternsinger-Segen.“ Diesen Menschen kommt die Pfarrei mit der Aktion am 6. Januar entgegen. Die Kinder und Jugendlichen erbitten dann nicht vor der Haustür, sondern mitten im Alltag, mitten in der Stadt, den Segen für das neue Jahr. 

Auf dem Kirchplatz singen sie ein Lied, spenden den Segen „to go“ und sammeln Spenden für ihre Altersgenossen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Beispielland ist 2020 der Libanon im Nahen Osten. Die Sternsinger wollen mit dem Fokus auf dieses Land, in dem der Bürgerkrieg tiefe Wunden hinterlassen hat, darauf aufmerksam machen, wie wichtig der Frieden überall auf der Welt ist.

Hinter den insgesamt 300.000 engagierten Kindern, die bundesweit von Tür zu Tür gehen, stehen das Hilfswerk der Sternsinger und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Gemeinsam blicken beide Akteure auf eine erfolgreiche Geschichte zurück, denn seit ihrem Start im Jahr 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Insgesamt haben die Sternsinger bisher rund 1,14 Milliarden Euro gesammelt. Weltweit konnten dadurch mehr als 74.400 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert werden.

Ann-Christin Ladermann