Tag der Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten im Bistum Münster

Am Anfang standen Worte des Dankes und der außerordentlichen Wertschätzung: Als einen "Schatz für die Kirche" hat der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn am 18. März 2013 im Franz-Hitze-Haus in Münster die rund 300 Anwesenden beim Tag der Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten des Bistums Münster bezeichnet.

"Ohne Ihren qualifizierten und kompetenten Dienst wäre die Kirche in unserem Land und in unserem Bistum seit Jahrzehnten nicht denkbar", sagte der Bischof. Er dankte den Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten für ihren Einsatz, der oft mit Spannungen verbunden sei. In der heutigen kirchlichen Situation sei vieles früher Selbstverständliche eben nicht mehr selbstverständlich. Diese Veränderung erfordere Sensibilität, berge aber vielleicht auch die Chance, dem im Nachgang des Zweiten Vatikanischen Konzils entstandenen Beruf des "Pastoralreferenten" eine neue Kontur zu geben. Bischof Genn betonte, dass das Modell des Einzelkämpfers in der Seelsorge ausgedient habe. Heute sei vielmehr die Fähigkeit zur Kooperation gefragt.

Der Bischof unterstrich auch die Sendung aller Gläubigen, ihre ausdrückliche durch die Taufe bezeugte Beauftragung zum Apostolat. Das Bewusstsein des gemeinsamen Auftrags, den sakramentalen Charakter der Kirche wirksam werden zu lassen, könne jede Gefahr einer falschen Klerikalisierung bannen, erklärte Genn. Dabei dürften am Anfang der "Communio" (Gemeinschaft) nicht die Konflikte stehen, etwa über die theologischen Ortsbestimmungen oder die genauen Aufgabenverteilungen in den Teams, die vor Ort Seelsorge-Dienste leisteten. Vielmehr sei eine "Spiritualität der Communio" notwendig, die auch dazu befähige, in konstruktiven Diskursen Ergebnisse reifen zu lassen. In einer Fragerunde unterstrich Bischof Genn noch einmal sein großes Zutrauen in die Arbeit der Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten. Er betonte die Bedeutsamkeit des Dienstes der Laien in der Kirche, die nicht zuletzt ein sichtbares Zeugnis dafür seien, "wie schön und wie normal es eben ist, ein Christ zu sein".

Das berufliche Selbstverständnis der Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten, ihre Rolle innerhalb der Liturgie, die Möglichkeiten beruflicher Weiterentwicklung, die Arbeit in den Teams und die speziellen Fragen kategorialer Seelsorge waren die Themenbereiche, mit denen sich am Nachmittag Kleingruppen beschäftigten. Einzelne Fragen aus den Gruppen wurden schließlich im Plenum mit Bischof Genn sowie mit den Vertretern der Hauptabteilung "Seelsorge-Personal", Domkapitular Hans-Bernd Köppen und Karl Render besprochen.

Text/Foto: Bischöfliche Pressestelle
Kontakt: pressestelle[at]bistum-muenster.de