Montag Apr 26 2021

Wenn das Leben mit dem Tod beginnt - AUSGEBUCHT Seelsorglicher Umgang mit Totgeburten und dem Tod von Kindern

09:00 – 17:00 Uhr, Gertrudenstift Rheine, Salinenstr. 99, 48432 Rheine

Veranstalter: Hauptabteilung Seelsorge-Personal, Gruppe Fortbildung, 0251 495-1321, fortbildung-seelsorgepersonal[at]bistum-muenster.de

Wenn die Freude über ein erwartetes oder geborenes Kind durch dessen Tod jäh durchkreuzt wird, bricht für die betroffenen Familien eine Welt zusammen.

Kartenansicht

Gertrudenstift Rheine, Salinenstr. 99, 48432 Rheine

Google Maps anzeigen

Anbieter: gmaps / Google Ireland Limited

Bei der Nutzung dieses Dienstes werden Daten an Google übermittelt, außerdem ist es wahrscheinlich, dass Google Daten (z. B. Cookies) auf Ihrem Gerät speichert.

https://policies.google.com/privacy?hl=de&gl=de

Wenn die Freude über ein erwartetes oder geborenes Kind durch dessen Tod jäh durchkreuzt wird, bricht für die betroffenen Familien eine Welt zusammen. Es stellt sich unter anderem die Frage, wie ein Weiterleben mit einem toten Kind gelingen kann. Dabei ist die Trauer nicht selten gekennzeichnet von Gefühlen wie Schuld, Wut, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Auch Glaubensfragen können nach völlig neuen Antworten suchen: Kann Gott gut UND allmächtig sein? Kann Gott gleichermaßen der Adressat von Wut und Hoffnung sein? Gibt es überhaupt so etwas wie Gott, wenn das geschehen konnte? Brauche ich jetzt erstmals einen Glauben daran, dass unser Kind nicht verloren ist?

 

Seelsorge kann bei diesen Fragen, auch völlig losgelöst von jeglicher Glaubensvorstellung, eine wichtige Form der Unterstützung und Begleitung darstellen. Insbesondere in einer Gesellschaft, die sich bei der Konfrontation mit trauernden Eltern und Geschwistern aufgrund eigener Hilflosigkeit zunehmend zurückzieht, oder vorschnell zu vermeintlichen Antworten und Ratschlägen neigt, kann gelungene Seelsorge einen Boden bieten, der viele Fragen und Zweifel zunächst zulässt und gemeinsam aushalten lässt.

 

In dieser Fortbildung soll anhand von Erfahrungen und Berichten betroffener Familien erarbeitet werden, welche Formen des Umgangs hilfreich oder auch hinderlich sein können. Zudem wird der Blick auf die unterschiedlichen Ausdrucksformen der Trauer von Müttern, Vätern und Geschwistern gelegt, sowie auf die Auswirkungen eines derartigen Verlustes auf das Familiensystem.

 

Zielgruppe: Priester, Diakone, Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten

Credit Points: 1

Referent: Heiner Melching