„Meine Bitte an die jungen Menschen lautet: Lernen Sie, miteinander zu leben, nicht gegeneinander.“
Richard von Weizsäcker, Rede zum 8. Mai 1985
2025 jährte sich das Ende des Zweiten Weltkriegs bereits zum 80. Mal und die Worte Richard von Weizsäckers zu diesem Gedenktag liegen nun schon 40 Jahre zurück. Ihre Bedeutung aber bleibt beziehungsweise ist uns derzeit sogar in besonderer Weise Aufgabe.
Die relilab-Regionalgruppe NRW fokussiert in diesem Jahr das Kursformat der reli.werkstatt, die sich mit unterrichtlichen Themenstellungen für verschiedene Altersstufen und deren didaktischer, theologischer und/oder digitaler Realisierung auseinandersetzt.
Die omnipräsente mediale Welt von TikTok, Instagram und YouTube ist längst zentraler Bestandteil des Alltags der Schülerinnen und Schüler. Influencer gestalten Trends und prägen Wertvorstellungen, Lebensentwürfe und die Identitätsbildung in erheblichem Maße. Vor diesem Hintergrund ist digitale Souveränität Ziel der Medienbildung und muss auch durch den Religionsunterricht gefördert werden.
Jugendliche radikalisieren sich immer mehr. Schülerinnen und Schüler lassen sich im Netz immer leichter massiv beeinflussen. Die Fähigkeit und die Bereitschaft zur Ambiguitätstoleranz geht drastisch zurück. Gesellschaft und Schule – und damit der Religionsunterricht – erleben eine veritable Krise und einen regelrechten Kontrollverlust.
Diese kurze Analyse ist nicht neu – und auch nicht das Gegenmittel, das häufig genannt wird: Demokratieförderung, auch und besonders im Fachunterricht – und damit eben auch im Religionsunterricht. Was aber bedeutet diese Analyse wirklich und was bedeutet das praktisch für Schule und Religionsunterricht?
„Landkarten der Hoffnung zeichnen” – unter diese Überschrift hat Papst Leo sein Dokument zum Thema „Bildung“ gestellt, das im Herbst 2025 veröffentlicht wurde. Landkarten der Hoffnung angesichts der weltweiten Krisen heute zeichnen – kann dies Ziel des Religionsunterrichtes sein? Und was kann dann der Beitrag von Religionsunterricht sein, um die Welt wirklich zu verändern?
Die relilab-Regionalgruppe NRW fokussiert in diesem Jahr das Kursformat der reli.werkstatt, die sich mit unterrichtlichen Themenstellungen für verschiedene Altersstufen und deren didaktischer, theologischer und/oder digitaler Realisierung auseinandersetzt.
Die Fortbildung bietet konkrete Unterrichtsideen zur Auseinandersetzung mit religiösen Influencern zum Thema Menschenbild und zur kritischen Reflexion von Medienphänomenen. Am Beispiel von praxiserprobtem Material erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Impulse, um das Thema Influencing direkt im Unterricht aufzugreifen. Ein Austauschformat für alle Lehrkräfte in den Schulformen der Sekundarstufen I und II, das Praxiswissen bündelt und neue Perspektiven eröffnet.
Das 21. Jahrhundert ist geprägt durch technologische Schnelllebigkeit. Social Media nimmt dabei einen großen Raum für die Heranwachsenden ein. Im Zuge einer bundesweiten Lehrkräfte-Fortbildung mit dem Titel: „TikTok, Insta und YouTube: Influencer im Religionsunterricht" ist ein Unterrichtsversuch für angehende staatlich geprüfte Kosmetikerinnen (Anlage C) entstanden, der vorgestellt und als Basis genutzt wird, um gemeinsam ins Gespräch über die Herausforderungen der digitalen Welt (als Teil der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler) zu kommen.
Das Jüdische Museum Westfalen ist als außerschulischer Lernort für Schulklassen oder Religionskurse, aber auch für eigene Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern von Interesse. Es legt mit seinem pädagogischen Angebot einen besonderen Schwerpunkt auf das jüdische Leben in der Region, setzt mit dem Projekt „Erzähl mir nix! Verschwörungsmythen im Blick“ aber auch aktuelle gesellschaftspolitische Akzente.
Schon Kinder kennen das: Manchmal sind Menschen sprachlos vor Trauer, manchmal vor Freude. Wie gut, dass es für solche Erfahrungen Worte gibt: in einem alten Buch, das gerade in Folge der vielen Krisen unserer Zeit aktuell und neu wird, wenn die Menschen darin lesen und dort ihr Leben wiederfinden.
In den Worten und Bildern der Psalmen entdecken junge Menschen sich selbst und das DU Gottes.