Dankwort von Bischof Wilmer

Dankwort am Sonntag, 21. Juni 2026, im Paulusdom zu Münster anlässlich der Einführung von Bischof Dr. Heiner Wilmer 

Liebe Schwestern und Brüder,

was für ein Tag.
Was für ein Klang.
Und was für ein Bild.

Der Dom voller Menschen.
Draußen auf dem Domplatz Menschen aus nah und fern.
Aus Münster. Aus dem ganzen Bistum. Aus vielen Teilen Deutschlands und der Welt.

Danke für Ihr Gebet.
Danke für Ihre Nähe.
Danke für diese Atmosphäre heute Nachmittag.

Kirche ist schön, sie ist attraktiv, gerade wenn Menschen zusammenkommen, miteinander glauben, miteinander singen, miteinander hoffen.

Der, der uns diese dichte Erfahrung schenkt, ist Gott.

Ihm sage ich Dank.

Ich bin Dir, Gott, dankbar, dass du mich trägst und mich nie in Ruhe gelassen hast.

Und ich danke Dir für Menschen, die mich tragen, korrigieren, ermutigen und manchmal auch aushalten müssen.

Dankbar bin ich unserem Heiligen Vater, Papst Leo XIV., für das große Vertrauen, das er in mich setzt.

Ich begrüße unter uns sehr herzlich Erzbischof Hubertus van Megen aus Berlin.

Lieber Herr Erzbischof, auch wenn Sie ausgezeichnet Deutsch sprechen:
Zeer geachte heer aartsbisschop, het verheugt mij zeer dat U vandaag hier bent. Ik kijk met vreugde uit naar onze samenwerking. Van harte welkom in Duitsland en in Münster.

Weiter begrüße ich Kardinal Rainer Maria Woelki. Danke, lieber Rainer, dass Du mich heute eingeführt hast. Ich freue mich auf das Miteinander in der Metropolie.

Mein besonderer Dank gilt meinem Vorgänger, Dir, lieber Bischof Dr. Felix Genn.

Lieber Felix,
16 Jahre lang hast du dieses große und bedeutende Bistum geleitet.

Mit Umsicht.
Mit Glauben.
Mit Menschenfreundlichkeit.
Und mit einer Bescheidenheit, die nie laut sein musste.

Du hast tiefe Spuren hinterlassen. Sehr große Fußstapfen.

Ich schaue mit großem Respekt und tiefer Dankbarkeit auf Dein Wirken hier im Bistum.

Dankbar bin ich auch dem Diözesanadministrator Dr. Antonius Hamers und dem Ständigen Vertreter Dr. Klaus Winterkamp, den Weihbischöfen Dr. Christoph Hegge, Rolf Lohmann, Wilfried Theising und Dr. Stefan Zekorn sowie dem Domkapitel, stellvertretend dem Dompropst Hans Bernd Köppen.

Sie und Ihr alle habt mich herzlich empfangen und mir erste Einblicke in das Bistum gewährt. Ich freue mich auf die gute Zusammenarbeit – im Dienst an den Menschen in diesem Bistum.

Herzlich grüßen möchte ich Sie, die Priester, die Diakone, die Ordensleute, die pastoralen Mitarbeitenden, alle Mitarbeitende von Kirche und Caritas und auch Sie, alle, die Sie ehrenamtlich tätig sind.

Sie alle sind Kirche.
Sie alle geben dem Evangelium ihr Gesicht, Ihre Hände, Ihre Stimme und Ihr Herz.

Herzlich grüße ich die Vertreterinnen und Vertreter des Diözesankomitees der Katholiken und des Diözesanrates im Bistum Münster sowie alle Mitglieder der Gremien im Bistum Münster.

Stellvertretend begrüße ich Frau Brigitte Lehmann und Herrn Ulrich Vollmer.

Danke für Ihr Engagement.
Kirche lebt nicht von Zuschauern.
Kirche lebt von Menschen, die mitmachen und Verantwortung übernehmen.

Ich freue mich auf den gemeinsamen Weg mit Ihnen.

Mein herzlicher Gruß gilt unseren Schwestern und Brüdern aus der Ökumene.

Wie schön, dass Sie alle da sind.

Unser Zeugnis als Christinnen und Christen ist nur dann glaubwürdig, wenn wir zusammenstehen.

Ebenso brauchen wir als Kirche und als Gesellschaft das Gespräch und die Zusammenarbeit mit den anderen Religionen. Daher freue ich mich sehr über das Kommen unserer jüdischen Geschwister sowie der Vertretungen der islamischen Verbände und Gemeinden und die Anwesenheit aller im interreligiösen Gespräch Engagierten.

Und ich grüße ganz herzlich die Gäste aus dem Bistum Hildesheim.

Stellvertretend begrüße ich Domkapitular Martin Wilk, den Ständigen Vertreter des Bistums.

Lieber Martin, liebe Hildesheimerinnen und Hildesheimer,

ihr habt mich geprägt.

Vieles habe ich von euch gelernt, unter anderem, wie Bischofsein geht.

Und dafür bin ich euch von Herzen dankbar.

Ein besonderer Gruß geht in meine Heimat:
nach Schapen, in die Samtgemeinde Spelle und ins ganze Emsland.

Schön, dass ihr da so zahlreich da seid.

Herzlich begrüße ich die Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und dem öffentlichen Leben.

Besonders begrüße ich den Präsidenten des nordrhein-westfälischen Landtags, Herrn André Kuper sowie Herrn Ministerpräsidenten Hendrik Wüst. Herzlich willkommen heiße ich die Vize-Ministerpräsidentin der niedersächsischen Landesregierung, Frau Kultusministerin Julia Willie Hamburg, und den Oberbürgermeister von Münster, Herrn Tilman Fuchs.

Wie erfüllend ist es zu sehen, dass Kirche Weltkirche ist.

Ich begrüße herzlich unsere Gäste aus Tula in Mexiko, besonders Bischof Juan Pedro Juárez Meléndez.
Queridos amigos de México: qué alegría que estén aquí. Ustedes han hecho el viaje más largo. Nuestra hermandad es una gran alegría y un privilegio. Sean todos muy bienvenidos.

Liebe Gäste aus Nordghana: Dear friends from Ghana,
how wonderful to see you. The partnership between our dioceses fills us with joy and pride. A very warm welcome to you all.

Liebe Gäste aus Polen, serdecznie dziękuję. Szczęść Boże.

Liebe Gäste aus Luxemburg und Frankreich: Chers amis de France, du Luxembourg et des pays francophones, merci beaucoup pour votre prière et votre soutien. Soyez les bienvenus.

Liebe Gäste aus Belgien und den Niederlanden: Ik heet U alle van harte welkom. Wat fijn, dat U hier bent!

Die Kirche spricht viele Sprachen.
Aber in ihr schlägt ein Herz.

Ein herzlicher Gruß gilt meiner Ordensgemeinschaft, den Herz-Jesu-Priestern.

Besonders begrüße ich den Provinzial Pater Stefan Tertünte, den Generaloberen aus Rom, Pater Carlos Luis Suárez Codorniú, zusammen mit weiteren Gästen aus Italien.

Carissimi amici venuti dall’Italia, che bello vedervi. Quando penso all’Italia, penso al sole, alla serenità e a una cosa bellissima: che Dio ha davvero un cuore grande per il mondo intero. Benvenuti di cuore.

Danke für den gemeinsamen Weg.
Danke für die geistliche Heimat.

Und schließlich danke ich meiner Familie.

Euch, den Verwandten.
Den Freunden.
Den Weggefährten.

Danke, dass Ihr da seid.
Danke, dass Ihr mich begleitet habt und auch weiterhin da seid. Danke für alle Wärme!

Mein großer Dank gilt allen, die diesen Gottesdienst vorbereitet haben.

Der Dommusik.
Den Sängerinnen und Sängern.
Den Musikerinnen und Musikern.

Ebenso danke ich allen Helferinnen und Helfern im Hintergrund.

Der Organisation.
Der Technik.
Den Mitarbeitenden draußen auf dem Domplatz.
Den Sicherheitskräften.
Allen, die aufgebaut, geplant, getragen und mitgedacht haben.

Vielen Dank.

Und mein Dank gilt den Medien — besonders dem WDR und allen, die die Übertragung im Fernsehen und im Internet möglich machen.

Liebe Schwestern und Brüder!

Ich freue mich auf Sie! Auf Sie alle!

Auf die Begegnungen.
Auf gemeinsames Beten.
Auf gemeinsames Ringen.
Auf gemeinsames Hoffen.

Hoffnung ist die Entscheidung, dem Leben und Gott mehr zuzutrauen als der Angst.

Darum gehen wir gemeinsam weiter.

Mit leichtem Gepäck.
Vielleicht manchmal auch mit Gegenwind.
Aber gemeinsam.

Und mit Gott.

Blieft munter!
Laot ju nix ankommen!
Haolt ju fuchtig!
Chut chaon!