
Kloster Mariengarden
© PrivatZu ihrem Tagesablauf gehören die regelmäßigen Gebetszeiten um 6.30, 12.15 und 18.15 Uhr sowie die morgendliche Messe in der Hauskapelle. Die Gemeinschaft betet dabei nicht nur in eigenen Anliegen. Immer wieder bringen die Ordensbrüder auch Fürbitten vor Gott, die Menschen von außen an sie herantragen. Im Monat August übernehmen die Oblaten zudem die Klosterfürbitte auf der Website des Bistums Münster.
„Wir werden die Bitten, die uns über das Internet erreichen und aufnehmen“, verspricht Pater Büning. Er will sie ausdrucken und vor der Kapelle an die Pinnwand heften. „Damit alle diese Anliegen sehen und mit ins Gebet nehmen können“, sagt der Pater.
1245 erstmals als Kloster erwähnt, lebten lange Zeit Wilhelmiten und Zisterzienser im Kloster Burlo. Nach einer wechselvollen Geschichte kamen 1920 die Oblatenmissionare der makellosen Jungfrau Maria (OMI) ins Westmünsterland. Sie richteten eine Privatschule ein, die Ende der 1960er Jahre zum Vollgymnasium wurde. Bis heute ist der Orden Schulträger.
Das Gymnasium besuchen derzeit rund 750 Schülerinnen und Schüler. Zurzeit gibt es keine Oblaten, die als Lehrer tätig sind. Allerdings stellt der Orden mit Pater Büning und P. Augustine die Schulseelsorger. Auch Sr. Kristin, die zum weiblichen Ordenszweig, den „Oblatas“ gehört, ist Teil des Schulseelsorgeteams und unterrichtet am Gymnasium.
Das Gebet für andere war schon dem Ordensgründer Eugen von Mazenod wichtig. Deshalb maß er in der ersten Ordensregel der Oblaten dem gemeinsamen Gebet eine große Bedeutung bei. Als Sohn einer adeligen Familie entschied sich von Mazenod für das Priestertum und gründete 1816 eine kleine Volksmissionarsgruppe, um wirksamer der Glaubensnot der Menschen begegnen zu können. Sein Wahlspruch „Den Armen die frohe Botschaft zu verkünden, hat mich der Herr gesandt“ bleibt für die Oblaten Ziel und Herausforderung zugleich. Im Jahr 1826 bestätigte der Papst die Missionarsgruppe als Orden mit dem Namen „Oblaten der makellosen Jungfrau Maria“. Eugen von Mazenod wurde 1975 selig-, 1995 heiliggesprochen.
Digitales Fürbittbuch des Bistums Münster
