1.000 beteten für den scheidenden Papst
Mit einem Vespergottesdienst am Donnerstagabend (28. Februar 2013) im Dom hat das Bistum Münster für das Pontifikat von Papst Benedikt XVI. gedankt. Etwa 1.000 Frauen und Männer waren in die Bistumskathedrale gekommen, um an der Andacht teilzunehmen und für den scheidenden Papst zu beten.
Bischof Dr. Felix Genn sagte in der Predigt, es sei die "innerste Absicht" Benedikts XVI. gewesen, "Jesus zu suchen, ihn immer mehr kennen zu lernen, um in ihm die Wahrheit des Lebens zu finden". Unter anderem die von Benedikt XVI. verfasste Jesus-Biografie mache deutlich, welche Bedeutung der Papst der Gottsuche beigemessen habe.
Benedikt XVI. habe sich stets als "Mitarbeiter der Wahrheit" gesehen. Als solcher werde sich der zurückgetretene Papst auch weiter verstehen, wenn er nun im Gebet der Kirche diene, sagte Bischof Genn. Er rief die Gläubigen auf, dem emeritierten Papst für die neue Aufgabe "Kraft und Segen" zu erbitten.
Genn betonte, er wisse auch, dass Benedikt XVI. "herausgefordert hat, dass viele Menschen mit dem, was er gesagt und entschieden hat, nicht einverstanden sind". Wer sich in Leitungsverantwortung einsetze, der setze sich auch Kritik aus. Angesichts dessen sei es wichtig, authentisch zu sein. Dies sei Benedikt XVI. "sicherlich gewesen", sagte der Bischof.
Auf den Dank für das Wirken Benedikts XVI. müsse nun die Sendung folgen, sagte der Bischof. Alle Gläubigen seien aufgerufen, "Mitarbeiter der Wahrheit in der Kirche zu bleiben und zu sein".
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Text: pbm
Foto: Michael Bönte
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