16 Freiwillige für Trauer- und Begräbnisdienst ausgebildet

, Bistum Münster

Sie stehen Menschen in schweren Stunden bei, vermitteln Trost und Hoffnung: 16 Freiwillige hat das Bistum Münster in den vergangenen Monaten für den Trauer- und Begräbnisdienst ausgebildet. Am 6. Juni haben die Absolventinnen und Absolventen im Gertrudenstift in Rheine ihre Zertifikate erhalten. Sie werden künftig Trauernde begleiten und Beisetzungen gestalten.

Im Jahr 2015 schuf Bischof Dr. Felix Genn für das Bistum Münster die reguläre Möglichkeit, Ehrenamtliche im Trauer- und Begräbnisdienst einzusetzen. Seitdem hat das Bistum unter Federführung von Gudrun Meiwes in drei Kursen inklusive des aktuell abgeschlossenen 41 Personen für diese wichtige Aufgabe geschult. Zu den Inhalten zählen liturgische Kenntnisse ebenso wie Rhetorik und Psychologiekenntnisse. Ein vierter Kurs soll demnächst starten.

Zum Abschluss des jetzigen feierte Domkapitular Hubert von der Heide mit den Teilnehmern, deren Mentorinnen und Mentoren sowie Begleitern einen Gottesdienst in der Kapelle des Gertrudenstifts. In der Predigt griff er die zuvor als Lesung vorgetragenen Geschichte von Moses und dem brennenden Dornbusch auf. Darin spüre man, dass der Mensch in ganz gewöhnlichen Situationen plötzlich mit Gott in Berührung kommen und herausgefordert werden könne. „Entscheidend ist, dass wir uns darauf einlassen“, sagte von der Heide, „dann spüren wir, dass wir nicht allein sind, dass wir die Kraft von Gott empfangen und dass andere da sind, die uns bitten, unseren Dienst zu tun, und die uns dankbar dafür sind.“

Im Anschluss an den Gottesdienst blickten die Absolventen in lockerer Runde auf ihre Kurszeit zurück. Einen besonderen Dank sprachen sie Claudia Maria Korsmeier, die die Ausbildung immer wieder durch musikalische Beiträge bereichert hatte, und Gudrun Meiwes aus. Meiwes wandte sich ihrerseits an die Absolventen. Diese hätten im Sinne des Evangeliums ihre Talente ausgelotet. „Nehmt Euren Dienst auf und Gott mit euch!“ wünschte Meiwes den Freiwilligen, bevor sie ihnen die Zertifikate aushändigte. Außerdem erhielten die Vertreter der Pfarreien, in denen die Freiwilligen ihren Dienst leisten werden, die nötigen Beauftragungen.

Die Zertifikate haben erhalten: Andrea Beenen aus St. Dionysius Nordwalde, Christa Bockholt aus St. Pankratius Emsdetten, Elisabeth Boßmann aus St. Johannes der Täufer Emmerich, Kerstin Böyng aus St. Nikomedes Steinfurt, Josef Bram aus St. Johannes der Täufer Emmerich, Anneliese Bussmeier aus St. Martinus Greven, Stephanie Ess aus St. Christophorus Emmerich, Johannes Haase aus St. Georg Vreden, Wolfgang Hacke aus St. Matthäus Dorsten, Heinrich Hoffschröer aus St. Martin Nottuln, Karin Jäschke aus St. Martinus Moers, Elisabeth König aus St. Martin Nottuln, Claudia Maria Korsmeier aus St. Liudger Münster, Anna-Maria Leroy aus St. Martinus Greven, Claudia Maria Pospiech aus St. Bartholomäus Ahlen und Monika Wilde aus St. Liudger, Münster.

Anke Lucht

Bildunterschrift: Über den erfolgreichen Kursabschluss freuten sich die Absolventinnen und Absolventen mit Gudrun Meiwes (vordere Reihe, Erste von links) und Domkapitular Hubert von der Heide (vordere Reihe, Erster von rechts).  Foto: Bischöfliche Pressestelle / Anke Lucht