Katholikentag 2026 in Würzburg
Der 104. Deutsche Katholikentag fand vom 13. bis 17. Mai 2026 unter dem Leitwort „Hab Mut, steh auf!“ in Würzburg statt.
Feierlich eröffnet wurde der 104. Deutsche Katholikentag am Mittwochabend auf dem Residenzplatz in Würzburg eröffnet. Unmittelbar im Anschluss an die Feier stellte sich das gastgebende Bistum beim Abend der Begegnung in der Altstadt Würzburgs vor. Vor dem Beginn der thematischen Werkstätten am Donnerstag, der Öffnung der Kirchenmeile und den ersten Konzerten feierten die Teilnehmenden des Katholikentags einen Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt auf dem Residenzplatz.
Bei den rund 900 Programmpunkten - darunter Podien, Gottesdienste, Werkstätten, Ausstellungen und Mitmachaktionen - war angesichts von Krieg, des fortschreitenden Klimawandels, sozialer Spaltung sowie vielfältiger Krisen in Politik und Kirche das Bedürfnis nach konstruktivem Austausch, gemeinsamem Ringen um Antworten und der Suche nach solidarischen Lösungen besonders ausgeprägt.
Auch das Bistum Münster hat sich von Donnerstagvormittag nach dem Christi-Himmelfahrts-Gottesdienst bis zum Samstagabend mit einem Stand auf der Kirchenmeile beteiligt. Zu finden waren wir im Gemeinschaftszelt der norddeutschen Bistümer auf dem Platz an der Friedensbrücke.
Am Bistumsstand: Laufen für drei gemeinnützige Projekte
Wie schon beim vorherigen Katholikentag in Erfurt konnten die Besucherinnen und Besucher am Stand des Bistums Münster auf zwei Laufbändern gegen Spenden Strecken absolvieren. Pro Kilometer hatte das Bistum eine Spende von zehn Euro zugesagt, der Gesamtbetrag kam drei Projekten zugute. Für welches der Projekte ihr „Kilometergeld“ eingesetzt wurde, entschieden die Laufenden selbst. Das Ergebnis: 332,45 Kilometer auf zwei Laufbändern - in Euro umgerechnet bedeutet das eine Spende in Höhe von 3.324,5 Euro für diese drei Projekte:
Beste Stimmung und mutiges Engagement - unsere Bildergalerie vermittelte einen kleinen Eindruck von den vielen großartigen Ereignissen der vergangenen Tage:
Neuigkeiten vom Katholikentag
„Frauen, die sich ermutigen – das ist ein großer Gewinn des Katholikentags“, sagt Schwester Dr. Katharina Kluitmann aus Münster. Die Franziskanerin leitete in Würzburg ein Gespräch zum Thema „Steh auf für Frauenrechte in der Kirche“.
Eine „großartige Sache“. So schwärmt Maria van Eickels von ihrem Engagement als Helferin beim Katholikentag in Würzburg. Mit ihrem Mann Karl-Rudolf packt sie an verschiedenen Einsatzorten an, wo es Not tut: bei der Begleitung, Beratung und Lenkung von Besucherinnen und Besuchern, beim Auf- und Abbau, als Ordner.
Die Malteser aus Wesel betreuen eine Unterkunft beim Katholikentag in Würzburg. 249 Menschen sind in ihrer Unterkunft untergebracht. Der Katholikentag ist für die Malteser auch eine Übung für den Katastrophenschutz.
Im vollbesetzten Neumünster in Würzburg hat Weihbischof Dr. Christoph Hegge aus Münster am Samstag einen Katholikentagsgottesdienst gefeiert.
Große Nachfrage, positive Rückmeldungen und rund 3.300 Euro für soziale Projekte: Das Bistum Münster zieht eine positive Bilanz seines Engagements beim Katholikentag in Würzburg.
Iris Horstmann, im Hauptberuf Referentin für Diversität beim Bistum Münster, hat den Workshop „Barrieren überwinden: Wenn queere Gläubige auf Kirche treffen“ beim 104. Katholikentag in Würzburg mitgestaltet. Der Workshop verglich wissenschaftliche Forschung mit der Praxis.
Für Desirée Kaiser und Lutz Jansen-Kaiser hat der Katholikentag eine besondere Bedeutung. Die beiden haben sich beim Katholikentag in Münster kennengelernt. Seitdem ist der Besuch des Katholikentags für die beiden eine feste Tradition
Matthias Kaiser begleitet über Emmaus-Reisen eine Gruppe von 30 Personen beim 104. Katholikentag in Würzburg. Außerdem hilft der Diakon auf der Kirchenmeile auch am Stand der „Arbeitsgemeinschaft Ständiger Diakonat in Deutschland“.
Dr. David Krebes aus St. Marien Telgte ist privat zum 104. Katholikentag nach Würzburg gereist. Er spielt Bass in der effata[!]-Band aus Münster, die beim Katholikentag mehrere Auftritte hat.
„Übermütig und aufrecht“: Unter diesem Titel stand ein ganz besonderer Gottesdienst, den die Bocholterin Sabine Kamps beim 104. Katholikentag in Würzburg als eine von 18 Clowns mitgestaltet hat.
Der Katholikentag in Münster steuert auf sein Finale zu. Unsere Bildergalerie vermittelte einen kleinen Eindruck von den vielen großartigen Ereignissen der vergangenen Tage.
Das ehrenamtlich gestaltete Gottesdienstformat #feiernwir haben Katja Orthues und Theresa Niebler aus Münster bei einem Workshop während des Katholikentags vielen Interessierten vorgestellt.
„Der Eröffnungsgottesdienst war ein Gänsehautmoment“, sagt Karsten Kißler. Der Grevener konnte den Bass spüren und dank eines Gebärdendolmetschers alles verstehen. Er besucht den Katholikentag nicht nur als Gast, sondern bietet als Gehörloser Workshops an und ist in Gottesdiensten aktiv.
Auf dem Schulhof ist es ruhig. Keine Stimmen sind zu hören. Niemand läuft durch die Gänge. Kein Wunder, denn es ist schulfrei. Und trotzdem ist die Klara-Oppenheimer-Schule in Würzburg nicht leer – ganz im Gegenteil: Rund 400 Teilnehmer des 104. Katholikentags übernachten hier.
Zu den rund 1.200 Helferinnen und Helfern beim Katholikentag in Würzburg gehören Doris und Jürgen Thiemann aus Haltern am See.
Vielfältige Erfahrung bringt Claudia Witthake aus Münster für ihren Einsatz als Helferin beim Katholikentag in Würzburg mit.
Von Nordwalde haben sich fünf Frauen gemeinsam auf den Weg zum 104. Katholikentag gemacht. „Wir haben von der kfd überlegt, dass wir eine Fahrt nach Würzburg anbieten“, sagen Roswitha Floer und Jutta Woestmann. Beide Frauen sind seit langem in der Gemeinschaft aktiv.
Der St.-Kilians-Dom ist der Einsatzort des ehrenamtlichen Helfers Christian Baartz aus Ibbenbüren beim Katholikentag in Würzburg.
Ausprobiert und für gut befunden haben der emeritierte Bischof Dr. Felix Genn und Diözesanadministrator Dr. Antonius Hamers das Angebot des Bistums Münster beim Katholikentag in Würzburg.
Wer mit dem Zug zum 104. Katholikentag nach Würzburg fährt, kommt an Hildegard Borchert vorbei: Die Rheinenserin steht hinter dem Tresen des Katholikentagsshops am Bahnhof und verkauft Andenken.