
22 Ehrenamtliche aus dem Münsterland haben den ersten Ausbildungsabschnitt auf dem Weg zu Notfallseelsorgenden absolviert.
© Notfallseelsorge im Bistum MünsterWährend des Kurses wurden die angehenden Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger auf die vielfältigen Herausforderungen ihres künftigen Ehrenamtes vorbereitet. Im Mittelpunkt standen Situationen, mit denen Einsatzkräfte der Notfallseelsorge häufig konfrontiert werden: das Überbringen einer Todesnachricht, der Umgang mit plötzlichem Kindstod, die Betreuung von Ersthelferinnen und Ersthelfern nach belastenden Einsätzen sowie die Unterstützung von Angehörigen vermisster Personen. Auch die Bedeutung von Ritualen in Krisen- und Trauersituationen war Teil der Ausbildung.
Ein besonderer Schwerpunkt lag darauf, eine persönliche Haltung zu diesen schwierigen Themen zu entwickeln und angemessene Worte für Gespräche in Ausnahmesituationen zu finden. Gerade dann, wenn Menschen mit Tod, Verlust oder schweren Schicksalsschlägen konfrontiert werden, sind Einfühlungsvermögen, Verlässlichkeit und eine authentische Kommunikation von besonderer Bedeutung.
Mit dem nun abgeschlossenen Kurs endet der erste Ausbildungsabschnitt. In den kommenden Monaten folgt die praktische Einführung in den jeweiligen Kreisen. Dort lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die örtlichen Strukturen kennen und werden schrittweise an künftige Einsätze herangeführt.
Ein weiterer Ausbildungskurs ist bereits für das Jahr 2027 geplant. Interessierte können sich bei den jeweiligen Koordinatorinnen und Koordinatoren der Notfallseelsorge in ihren kommunalen Kreisen informieren und bewerben.
Text: Notfallseelsorge
