24 Std. Gebet Bischof Dr. Felix Genn lädt ein
"Dieser Initiative von Papst Franziskus schließe ich mich aus vollem Herzen an": Mit diesen Worten sieht Münsters Bischof Dr. Felix Genn dem kommenden Freitag (28. März) entgegen.
Auf Anregung des Päpstlichen Rats zur Neuevangelisierung sollen dann in allen Bistümern möglichst einige Kirchen durchgehend geöffnet sein. Unter dem Titel "24 Stunden für Gott" sind die Gläubigen dann besonders zum Empfang des Bußsakraments und zur Eucharistischen Anbetung eingeladen.
Bischof Felix begrüßt es, dass der Papst mit dieser Initiative "das Bußsakrament gerade in der österlichen Zeit stark betont." Das rege die Menschen an, ihr Leben einmal neu und anders anzuschauen und sich zu fragen, ob nicht Umkehr nötig und möglich sei. "Gerade Papst Franziskus, der ja immer wieder von der Barmherzigkeit spricht, macht mit diesem Anstoß für das Bußsakrament deutlich, dass dieses alles andere als ein Folterinstrument ist", erklärt der Bischof.
In einer Welt, in der viele Menschen Rat und Hilfe beispielsweise bei Beratungsstellen oder Psychologen suchten, sei auch die Beichte eine wertvolle Möglichkeit, mit dem eigenen Leben ins Reine zu kommen. "Ohne diese Wege gegeneinander auszuspielen, eröffnet doch das Bußsakrament eine weitere Dimension", erläutert Bischof Felix, "Gott vergibt dem Menschen die Sünden und zieht damit einen endgültigen Schlussstrich." In diesem Sinne beichte auch er selbst regelmäßig, schildert der Bischof: "Ich bin dann immer sehr dankbar, dort, wo ich nicht dem Evangelium nachgekommen bin, unbelastet neu anfangen zu dürfen."
Mit Blick auf die Initiative "24 Stunden für Gott" betont er ebenfalls den Wert der Eucharistischen Anbetung: "Dies ist eine in den letzten Jahren wiederentdeckte Frömmigkeitsform, bei der man sich in einer Zeit der Stille dem Gott aussetzt, der sich seinerseits uns in Jesus aussetzt."
Dass der Päpstliche Rat relativ kurzfristig erst Ende Februar zu dieser Initiative eingeladen hat, ist angesichts der Spontaneität von Papst Franziskus nicht ungewöhnlich. Trotz der vergleichsweise kurzen Vorbereitungszeit stehen aber im Bistum einige Angebote für den 28. März fest.
So wird in der St. Lamberti-Kirche Münster nach einer Begrüßung durch Weihbischof Dr. Stefan Zekorn von 19 bis 24 Uhr Gelegenheit zur Eucharistischen Anbetung und zum Empfang des Bußsakraments sein. Mehrere, auch jüngere Priester im Kirchenraum und in den Beichtstühlen werden das Bußsakrament spenden und Beichtgespräche anbieten.
Gleichzeitig besteht im mit Kerzen und Teelichtern beleuchteten Kirchenraum die Gelegenheit zur eucharistischen Anbetung. Diese wird ein kleiner Chor mit meditativen, neuen geistlichen Liedern begleiten. Außerdem sollen die Gläubigen Impulse in Form kurzer gelesener Bibelworte erhalten.
Draußen werden parallel Gemeindemitglieder Vorbeigehende in die Kirche einladen. Dort können sie Tonscherben am Altar niederlegen, um das Gebrochene im menschlichen Leben zu symbolisieren.
Auch im übrigen Teil des Bistums beteiligen sich Kirchen. So wird zum Beispiel für den Niederrhein in der Basilika in Kevelaer und für den Oldenburgischen Bistumsteil in der Basilika in Bethen die Initiative aus Rom aufgegriffen werden. "Ich bin sehr dankbar, dass das trotz der kurzen Vorlaufzeit organisiert wurden", sagt dazu Bischof Felix und kündigt an, "so weit es meine Termine erlauben, einige Angebote selbst zu nutzen."
Text: Bischöfliche Pressestelle
Kontakt: pressestelle[at]bistum-muenster.de
Foto: CC BY-SA 3.0
