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, Stadtdekanat Münster, Kreisdekanat Warendorf

Für Merle Reinshagen (19) aus Warendorf und Timo Kwasny (18) aus Münster beginnt in wenigen Tagen ein neuer Lebensabschnitt. Die beiden jungen Erwachsenen reisen am Mittwoch, 22. Juli, unterstützt vom Freiwilligendienst „weltwärts“ und des Bistums Münster, für ein Jahr in die Dominikanische Republik. In San Cristóbal werden sie sich in der Pfarrgemeinde Nuestra Señora de la Paz sozial engagieren und dort den Alltag der Menschen unmittelbar miterleben.

Für Timo Kwasny und Merle Reinshagen startet in wenigen Tagen ein Abenteuer: ihr Freiwilligendienst in der Dominikanischen Republik.

© Bistum Münster

Bevor die Reise beginnen kann, stehen noch die letzten Vorbereitungen an. Abschiede von Familie und Freunden, Koffer packen und sogar ihr Visum müssen die beiden noch in Berlin abholen. „Es ist gerade noch ganz schön viel Organisation“, blickt Timo Kwasny auf die verbleibenden Tage in Deutschland. Trotzdem überwiegt die Vorfreude: „Ich möchte die ganzen stressigen Dinge einfach hinter mich bringen und dann los. Es kann nur gut werden.“

Schon lange stand für beide fest, dass sie nach dem Abitur bewusst Zeit im Ausland verbringen, Menschen begegnen und neue Perspektiven kennenlernen wollen. Den entscheidenden Impuls gaben ehemalige Freiwillige, die an ihren Schulen von ihren Erfahrungen berichteten.

In San Cristóbal werden Merle Reinshagen und Timo Kwasny bei Gastfamilien leben. Ihr Einsatz führt sie in verschiedene soziale Einrichtungen der Pfarrgemeinde. Dort unterstützen sie unter anderem in einem Kindergarten, einer Schule, einem Gesundheitszentrum sowie bei Angeboten der Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche. „Gerade das Leben in einer Gastfamilie macht den Unterschied“, sagt Merle Reinshagen. „Man erlebt den Alltag nicht als Tourist, sondern wird wirklich Teil des Lebens vor Ort.“

Beide hoffen, dass sie selbst viel lernen werden. „Ich möchte aus meiner Komfortzone herauskommen und mich persönlich weiterentwickeln“, erklärt Merle Reinshagen. Kwasny freut sich besonders darauf, eine andere Lebensweise kennenzulernen: „Man bekommt einen ganz neuen Blick auf das Leben und kommt mit einer anderen Perspektive zurück.“

Auf ihren Freiwilligendienst wurden die beiden gemeinsam mit 15 weiteren jungen Erwachsenen von der Abteilung Weltkirche des Bistums Münster vorbereitet. In mehreren Seminaren setzten sie sich intensiv mit Kultur, Sprache und möglichen Herausforderungen eines Auslandsjahres auseinander. „Die Vorbereitung war intensiv, aber sie hat uns viel Sicherheit gegeben“, sagen beide.

Natürlich fällt auch der Abschied von Familie und Freunden nicht leicht. Merle Reinshagen wird während ihres Auslandsjahres unter anderem das Abitur ihrer Zwillingsschwester verpassen. Fotos von allen, die ihnen lieb sind, haben die beiden deshalb selbstverständlich mit im Gepäck. Und auch das Wissen, dass „unsere Familien und Freunde unseren Freiwilligendienst voll und ganz unterstützen“. 

Ann-Christin Ladermann