Arnemann als neuer Polizeidekan eingeführt

Polizistinnen und Polizisten in Krisen Beistand leisten und ihre bildungsethische Fortbildung fördern: Das sind die Kernaufgaben von Polizeiseelsorge.

Im Bistum Münster kümmert sich darum seit Oktober 2014 der Theologe Dr. Michael Arnemann, den Generalvikar Norbert Kleyboldt am 3. März offiziell in sein Amt als Polizeidekan des Bistums eingeführt hat. In dieser Funktion folgt Arnemann auf Pfarrer Dr. Antonius Hamers.

Hamers ist seit September vergangenen Jahres Leiter des Katholischen Büros in Düsseldorf.

Verabschiedung und Einführung wurden mit einem Empfang im Gartensaal des St.-Paulus-Doms Münster gefeiert. Vor rund 30 Gästen – darunter Vertreter der polizeilichen Behörden im Bistumsgebiet – gab Kleyboldt einen Überblick über Arnemanns Vita. Als Polizeidekan wird dieser künftig für die Polizeiseelsorge im gesamten Bistum verantwortlich sein. Damit verbunden seien, erklärte Kleyboldt, auch Aufgaben an der Deutschen Hochschule der Polizei. Das Bistum engagiere sich damit über seine Grenzen hinaus.

"Es gilt für Sie, gemeinsam mit den zehn überwiegend nebenamtlichen Polizeiseelsorgern im Bistum die Polizeiseelsorge erfolgreich zum 100-jährigen Jubiläum zu führen", betonte der Generalvikar mit Blick auf das 90-jährige Bestehen der Polizeiseelsorge im Bistum im vergangenen Jahr. Dazu wünscht er dem neuen Polizeidekan viel Erfolg und dankte zugleich dessen Vorgänger für seine dreieinhalbjährige Tätigkeit in dem Bereich.

Landespolizeiseelsorger Rainer Dürscheid hob hervor, der Grundgedanke der Polizeiseelsorge in Nordrhein-Westfalen sei es, "ein verlässliches Angebot für die Kolleginnen und Kollegen zu schaffen". Es freue ihn für das Bistum Münster, im neuen Polizeidekan einen "sehr engagierten Kollegen zu haben, der die Polizeiseelsorge voranbringen will." Arnemann sei ein guter Zuhörer, denke klar und strukturiert und sei ein ausgewiesener Fachmann für Ethik, vor allem aber sei er Seelsorger. In einem weiteren Grußwort unterstrich Werner Schiewek, Landespolizeipfarrer der Evangelischen Kirche von Westfalen, die Gemeinschaft der Kirchen auf dem Gebiet der Polizeiseelsorge.

Der neue Polizeidekan bezeichnete die Polizeiseelsorge als einen "Dienst für alle", unabhängig von deren Konfession und Glauben. "Wir sind heute sehr erwünscht an der Seite derer, die sich täglich für Würde und Freiheit des Menschen einsetzen", stellte Arnemann fest. Die Vielfalt der Polizeiarbeit bringe Seelsorger dazu, immer wieder "auch mitten in die Brüche der Gesellschaft zu gehen." Er betrachte Polizeiseelsorge als ein spannendes Arbeitsfeld ohne größere Routinen und sei dankbar, darin mitarbeiten zu dürfen.

Auch der scheidende Polizeidekan kam zu Wort. Hamers drückte seine Überzeugung aus, "dass dem Menschen von Geburt an von Gott gesagt ist, was gut ist, dass aber Sozialisation und Erziehung hinzukommen und das festigen." Dass er zu dieser Entwicklung einen Beitrag habe leisten können, mache ihn dankbar, insbesondere auch für die "sehr beeindruckenden Persönlichkeiten, die ich kennen gelernt habe und die mich nachdrücklich geprägt haben."

Text: Bischöfliche Pressestelle
Kontakt: Pressestelle[at]bistum-muenster.de