
Clemensschwester Maria Euthymia
© ClemensschwesternNach dem Krieg arbeitete sie in den Krankenhauswäschereien in Dinslaken und im Mutterhaus der Clemensschwestern und der Raphaelsklinik Münster. Ihre Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Demut und ihre pragmatische, anpackende Art berühren auch heute noch zahlreiche Menschen im Bistum Münster und darüber hinaus. Die Selige aus Münster steht auch für den Bischof von Münster, Dr. Heiner Wilmer, für „radikale Menschenfreundlichkeit“. Er sagt: „Sie setzt in einer Zeit, in der wir zunehmend in Kategorien von Freund und Feind denken, in denen Menschen ausgegrenzt und abgewertet werden, in der Fremdenhass wächst, ein klares, leises, starkes Zeichen.“ Sie stehe für eine Kirche, die nicht herrsche, sondern diene, für Vertrauen statt Kontrolle, für Wertschätzung statt Bewertung. Ihr Grab auf dem Zentralfriedhof und das Euthymia-Zentrum am Mutterhaus der Clemensschwestern sind Orte, an denen Menschen Halt und Zuspruch durch die Selige erfahren.
Auf die Spuren Schwester Maria Euthymias in Münster können sich Interessierte am Mittwoch, 9. September (Todestag Schwester Euthymias 1955), und am Mittwoch, 7. Oktober (Tag der Seligsprechung 2001), begeben. Jeweils ab 9.30 Uhr und ab 14.30 Uhr wird mit Bildern und Texten an das Leben und Wirken der Seligen von Münster, an den Seligsprechungsprozess und an ihre Wirkung bis heute erinnert. Die Gedenkveranstaltungen beginnen jeweils im Euthymia-Zentrum an der Loerstraße in Münster. Musikalisch begleitet wird der Start von Angelika Schneider am Klavier. Die anschließenden 60-minütigen Führungen werden geleitet von Barbara Gorschlüter und Franz-Josef Neutzler. Die Teilnahme ist kostenlos.
Eine Anmeldung ist erwünscht. Die Kontaktdaten: Schwester Elisabethis Lenfers, Leitung Euthymia-Zentrum und Klara Schulze Hannöver, ehrenamtliche Mitarbeiterin im Euthymia-Zentrum, sind erreichbar unter E-Mail euthymia-zentrum[at]clemensschwestern.de oder telefonisch 0251/26556015.
Jule Geppert
