Beim Domjubiläum gibt es auch theologisch anspruchsvolle Veranstaltungen

Während draußen die Musik dröhnt und tausende Gäste des Domjubiläums Münsters Innenstadt beleben, finden die Besucher des Priesterseminars Borromaeum im Geistlichen Zentrum Angebote für Geist und Glauben.

Am Freitagnachmittag und den ganzen Samstag gibt es hier Bibelarbeiten oder geistliche Vorträge, im Café Paradiso laden Ordensangehörige, Diakone, Pastoralreferenten und Priester bei Kaffee und Kuchen zu Gesprächen über ihre Berufe und Berufungen ein. Auch Gelegenheiten zur Beichte oder zum pastoralen Einzelgespräch bestehen.

"Ist das mit der Bibelarbeit ansprechend?", wollen zwei junge Frauen unten im Foyer wissen. "Na klar, die Bibel ist für alle da", antwortet Peter Schlippe lächelnd. Zusammen mit anderen Priesteramtskandidaten weist er den Besuchern den Weg durch das Haus. Der Vortrag von Dr. Thomas Söding, Professor für Neutestamentliche Exegese an der Ruhr-Universität Bochum, fesselt viele Menschen. Die Menschen suchen nach geistiger Ansprache. Die fünfzig Plätze sind längst besetzt, neue Stühle werden herein getragen. Söding spricht über Gottes Garten, das Bild einer blühenden Kirche bei Paulus. "Unter den vielen Kirchenbildern, die in der Bibel, in der Tradition und im eigenen Herzen gemalt werden, ist eines der schönsten neu zu entdecken: Die Kirche ist ein blühender Garten, ein Paradies auf Erden". Auch der große Von-Galen-Saal ein Stock höher ist voll besetzt. "Überfüllt" steht an der Tür. Drinnen spricht der Herz-Jesu-Pater Dr. Heiner Wilmer über das Thema "Versuchung-Fluch-Segen. Die Frage nach der Barmherzigkeit Gottes."

Hinter dem Borromaeum, im Paradiesgarten, sollen Besucher in der Natur zur Ruhe kommen können. Handys bitte ausschalten, steht an der Tür. Die Besucher halten sich offensichtlich daran, doch vom Domplatz dröhnt die Musik.


Text/Foto: Ludger Heuer
Kontakt: Ludger.Heuer[at]bmo-vechta.de