Benefizkonzert für die Polizeistiftung NRW

Man braucht nicht viele Worte, um Bedeutungsvolles zu sagen. Das hat das Benefiz-Konzert "Pax – Friedenstöne" in der St. Norbert-Kirche in Münster Coerde am 8. September eindrucksvoll bewiesen.

Am Vorabend des internationalen Weltfriedenstreffens der Gemeinschaft Sant’Egidio in Münster und Osnabrück hat ein gemeinsames Konzert des Landespolizeiorchesters NRW und den Polizeichören Münster und Hamaland Ahaus Gelder für die Polizeistiftung NRW gesammelt und die Kirche ordentlich in Wallung gebracht.

"Wenn der Prinzipalmarkt der Bauch von Münster ist, dann ist Coerde, von französisch ,cœur‘ hergeleitet, das Herz", gab Polizeiseelsorger Johannes Gospos launig den Grundton des Abends vor. Dabei hatte der Abend durchaus einen ersten Hintergrund. Denn immer wieder werden Polizisten bei ihren Einsätzen selber Opfer von Aggression und Gewalt. Die Polizeistiftung NRW, für die an diesem Abend gesammelt wurde, unterstützt Betroffene und deren Familien nach einem traumatisierenden Ereignis.

"Ich finde es erschreckend, dass die Gewalt gegenüber Polizisten immer mehr zunimmt", sagte der Münsteraner Stadtdechant Jörg Hagemann am Rande des Konzerts, "es trifft mich persönlich sehr, wenn ich höre, dass einem Polizisten bei einer Festnahme so kräftig gegen den Kopf getreten wird, dass kein Knochen mehr heile bleibt, ihn ein Tritt wie bei einem Freistoß trifft." Daher sei er froh, dass durch dieses Benefizkonzert als "praktische Frucht dieses Tages" Gelder gesammelt und dadurch den Menschen geholfen werden könne.

"Es ist toll, dass am Vorabend des Weltfriedenstreffens die Botschaft vom Frieden ohne viele Worte zum Thema wird", fuhr Hagemann fort, "angesichts von Terror und Kriegen in der Welt lechzen wir alle geradezu nach Frieden." Von Klassik über Jazz bis hin zu Rock und Pop wurde der musikalische Bogen gespannt und ging den zahlreichen Besucher über in Mark und Bein; die Füße wippten im Takt, und manches Stück wurde leise mitgesungen.

Dechant Hagemann hofft, dass die Botschaft des Westfälischen Friedens von 1648 "Pax optima rerum – der Friede ist das Beste aller Dinge", die im Friedenssaal des Münsteraner Rathauses an der Wand steht, "durch das internationale Friedenstreffen wieder in die Welt hinaus geht und die Menschen erkennen, dass kurzfristiger Reichtum nichts bedeutet ohne wahren Frieden."
Das internationale Weltfriedenstreffen findet von Sonntag bis Dienstag, 10. bis 12. September, in Münster und Osnabrück statt. Führende Religionsvertreter aus aller Welt sowie Tausende Teilnehmende werden in den beiden Domstädten erwartet.

Bildunterschriften:

  • Zu den Mitwirkenden zählte das Landespolizeiorchester unter der Leitung von Scott Lawton.
  • Auch der Polizeichor Hamaland Ahaus mit seinem Leiter Jürgen Etzrodt gestaltete das Benefizkonzert mit.
  • Der Polizeichor Münster war unter Leitung von Michael Schmitt dabei.


Text: Bischöfliche Pressestelle / 09.09.17
Kontakt: Pressestelle[at]bistum-muenster.de
Fotos: Bischöfliche Pressestelle / Jürgen Flatken