Bischöfe bitten um Unterstützung für Christen in der Minderheit

Glaube braucht immer wieder auch Gemeinschaft. Deshalb ist für Christen, die in der Diaspora – also als Minderheit in einer überwiegend andersgläubigen Umgebung – leben, die Unterstützung anderer Christen wichtig.

Zu dieser Unterstützung rufen die deutschen Bischöfe anlässlich des bundesweiten Diaspora-Sonntag am 16. November 2014 auf, indem sie in den Kollekten aller Sonntagsgottesdienste um eine Spende für das Bonifatiuswerk bitten. Der Bischofsaufruf, den für das Bistum Münster Dr. Felix Genn unterzeichnet hat, soll eine Woche vorher am Samstag und Sonntag, 8. und 9. November, in allen Gottesdiensten verlesen werden.

Die Kollekte in den Gottesdiensten zum Diaspora-Sonntag ist ausschließlich für das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken bestimmt. Es setzt sich in den Regionen ein, in denen katholische Christen extrem in der Minderheit sind, dafür ein, dass der Glaube im Alltag erfahren und praktiziert werden kann. Konkret fördert das Bonifatiuswerk Projekte zur Weitergabe des Glaubens sowie Orte der Gemeinschaft in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum.

In ihrem Aufruf nehmen die Bischöfe das Leitwort der diesjährigen Diaspora-Aktion "Keiner soll alleine glauben! Ihre Hilfe: Damit der Glaube reifen kann!" auf. "Glaube braucht Erfahrung und das Zeugnis der anderen", schreiben die Bischöfe. Sie betonen weiter, dass Begegnungsorte mit Jesus Christus und seinem Evangelium, wie es Familie oder Schule sein können, vielfach an Bedeutung verlieren. Christen dürften sich jedoch niemals damit abfinden, dass sich Menschen um sie herum vom Glauben entfremden oder nie vom Evangelium hören. Das Leitwort erinnere daran, dass hier jeder einzelne Christ gefordert sei.

Text: Bischöfliche Pressestelle
Kontakt: pressestelle[at]bistum-muenster.de
Foto: Plakat Diaspora